Versicherung – wenn sich der Hund losreißt

Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen, dass ein ordnungsgemäß an der Leine geführter Hund auf dem Gehweg sich plötzlich losreißt und auf die Straße rennt. Urteil Landgericht Coburg Az. 22 O 283/07

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Eine Jugendliche ging auf dem Radweg mit dem Hund eines Bekannten spazieren und hatte den Hund auch an der Leine als dieser sich plötzlich losreißt und auf die Straße rannte. Die Jugendlich rannte dem Hund hinterher, da sie um den Hund besorgt war.


Auto musste Hund und Mädchen ausweichen

Ein Autofahrer der auf der Straße unterwegs war musste notgedrungen wegen dem Mädchen und dem Hund ausweichen und ist dabei mit einem Wagen zusammen gestoßen der ihn gerade überholen wollte. Gottseidank blieb die Jugendlich und auch der Hund unverletzt aber diese Aktion verursachte einen Schaden an den beiden Autos von rund 5.000 Euro. Dieser Blechschaden sollte nun von der Tierhalterhaftpflichtversicherung des Hundes ersetzt werden, die im übrigen auch für den Hundehüter gilt, allerdings weigerte sich die Versicherung den Schaden zu bezahlen mit der Begründung dass der Autofahrer selbst schuld sei und angesichts des Hundes nicht hätte überholen dürfen.

Urteil LG Coburg

Mit Urteil Az. 22 O 283/07 des Landgericht Coburg wurde entschieden, dass die Haftpflichtversicherung des Hundes bezahlen muss. Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen dass sich ein Hund unvermittelt losreißt und auf die Straße rennt, zumal der Hund ordnungsgemäß an der Leine auf dem Radweg geführt wurde. Beide Autofahrer waren im übrigen nicht zu schnell unterwegs und das Gericht sah auch, dass der Unfall nicht vermieden werden konnte.

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