Über 400 Euro verdienen – Krankenversicherung Nachzahlung möglich

Vor allem Hausfrauen arbeiten nebenher oft auf 400-Euro-Basis. Hier stellt sich schnell die Frage nach der Krankenversicherung. Bleibt man in der gesetzlichen Krankenversicherung über den Ehemann kostenlos familienversichert? Eins ist schon mal sicher: Wer mehr verdient, muss sich selbst krankenversichern und im schlimmsten Fall droht eine Nachzahlung für die vergangenen Monate.

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In vielen Familien reicht es nicht mehr, dass der Herr des Hauses einen Vollzeit-Job hat. Das Überleben der Familie hängt am Geld. Kein Wunder arbeiten heute schon viele Hausfrauen und Mütter nebenher auf 400 Euro Basis. Dabei sollte es aber auch bleiben: Denn verdient Mutti mehr, muss sie sich selbst krankenversichern ansonsten droht eine Nachzahlung.

Enge auf dem Konto

Es wurde eng auf dem Konto. Am Ende des Geldes war in der Haushaltskasse der kleinen Familie immer noch viel Monat übrig. Aldi, Lidl oder Penny – selbst hier blieb der Einkaufswagen nur noch knapp gefüllt. Also musste Geld her. Mutti machte sich auf die Suche nach einem 400-Euro-Job und fand einen. Zusätzlich übernahm sie als Tagesmutter noch die Betreuung eines Kindes. Das ließ sich wunderbar in den Familienalltag integrieren und in der Küche war nicht mehr Schmalhans Küchenmeister. Alles war gut: Bis zu dem Tag, an dem die gesetzliche Krankenversicherung des Familienvaters die alljährliche Überprüfung zur kostenlosen Familienversicherung schickte.

Beiträge rückwirkend zahlen

Ehrlich währt am längsten. Also gab die Familie alle Einkünfte an. Was konnte verkehrt sein, wenn man für 330 Euro ein Kind betreute. Schließlich hatte man ja auch Kosten und was dann noch blieb, machte den Kohl nur bedingt fett. Das sah die Krankenkasse anders. Die Frau wurde dazu verdonnert den Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse zu zahlen und sich so selbst zu versichern. Im übrigen musste sie alle Beiträge, die im Rahmen der beiden „kleinen“ Einkommen entstanden sind rückwirkend bezahlen. Die Erklärung: Sie konnte zwar als 400 Euro-Kraft über den Ehegatten familienversichert bleiben. Die Rückzahlung war in Raten möglich. Um diese aber zahlen zu können, durften aber natürlich keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Hausfrau gab deshalb ihre Tagesmutter-Tätigkeit auf.

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