Tierischer Mitarbeiter bekämpft Taubenplage

Eine Plage von vielen ist die Unmenge an Tauben, die in den Städten Häuser, Fassaden und Skulpturen mit ihrem Kot verunreinigen und langsam beschädigen. Die Kosten für die Instandhaltung von Gebäuden sowie die Bekämpfung der Taubenplage sind hoch. Die kleine Stadt Nördlingen im Bayrischen hat jetzt einen tierischen Mitarbeiter.

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Eine Plage von vielen ist die Unmenge an Tauben, die in den Städten Häuser, Fassaden und Skulpturen mit ihrem Kot verunreinigen und langsam beschädigen. Die Kosten für die Instandhaltung von Gebäuden sowie die Bekämpfung der Taubenplage sind hoch. Die kleine Stadt Nördlingen im Bayrischen hat jetzt einen tierischen Mitarbeiter.


Tierischer Mitarbeiter bekämpft Taubenplage

Auf dem Markusplatz in Venedig (Italien) sind sie eine Attraktion; in Stuttgart, Hamburg, Essen usw. sind sie die reine Plage: Tauben bevölkern unsere Städte wie kaum ein anderes Tier. Die Ratten der Lüfte, wie sie im Volksmund auch genannt werden, verursachen bei vielen Bürgern Ekel und Angst. Und wirklich, nicht nur in Zeiten der Vogelgrippe können durch die Vögel schlimme Krankheiten übertragen. Aber auch wenn diese Ansteckungsgefahr doch eher gering ist, die Anzahl der heimischen Wildtauben muss eingeschränkt werden. Denn ihr Kot verunreinigt nicht nur Gebäude, Skulpturen und Fassaden, nein, durch seine scharfe Zusammensetzung beschädigt er auch die Kostbarkeiten der einzelnen Stadtbilder.


Von Anflugstachel bis Gift

Die Methoden zur Bekämpfung der fliegenden Viecher sind vielfältig. Immer wieder wurden Tiere vergiftet. Das gefällt den Tierschützern nicht und nach genauerem Hinsehen allen anderen eigentlich auch nicht. Denn die Tiere verenden einfach irgendwo und müssen entsorgt werden. Das ist eklig und nicht human. Eine andere Möglichkeit allerdings mit Langzeit- statt Sofortwirkung ist, den anerkannten Ekelpaketen die Anti-Baby-Pille unters Futter zu mischen. Mechanische Möglichkeiten zu Taubenbekämpfung und Gebäudeschutz sind Netze, Anflugstachel sowie das Leeren der Nester und Ersetzen der Eier durch Gipsklumpen. Das alles geht aber natürlich ins Geld. In Nürnberg z. B. zahlt die Stadt jährlich bis zu 30.000 Euro.

Glückskatze mit Traumjob

Die bayrische Stadt Nördlingen setzt jetzt auf den natürlichen Feind der fliegenden Ratten. Sie beschäftigt eine so genannte Glückskatze. Die Einstellung des tierischen Mitarbeiters erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des dortigen Turm-Wächters der St. Georgskirche. Das Vorstellungsgespräch fiel aus. Wendelstein war einfach eines Tages da und trat ihren Dienst an. Die Katze scheint in ihrer neuen Aufgabe völlig aufzugehen. Sie erschreckt täglich viele Tauben und hält sie so von dem altehrwürdigen Gemäuer fern. Ihr Gehalt: Katzenfutter im Wert von ca. 300 Euro jährlich.

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