Sparbücher hohe Zinsen – Altverträge

Viele Sparer werden derzeit von ihren Sparkassen eingeladen, alte Sparverträge zu modernisieren. Der clevere Sparbuchbesitzer lässt sich jetzt nicht aus der Ruhe bringen. Denn die Sparkassen müssen sich auch an Altverträge halten.

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Gehören Sie zu den Menschen, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Sparbuch angelegt haben? Dann haben Sie Glück. Denn in diesen ehemals goldenen Zeiten gab es auf diese althergebrachte Spareinlage rückblickend richtig hohe Zinsen. Drei bis über fünf Prozent waren damals Gang und Gäbe auf das Guthaben auf den Sparbüchern. Zusätzlich wurde bei fest vereinbarten Laufzeiten sogar die Zahlung von Zusatzprämien vereinbart.

Sparkassen wollen Angebote modernisieren

Nun ist das gemeine Sparbuch heute eigentlich fast vollständig aus der Mode gekommen. Das Warum ist schnell erklärt. Der Sparer ist aufgeklärt, verteilt sein Geld auf verschiedene Fonds, investiert in Aktien oder Bundesschatzbriefe, kauft Immobilien und und und. Ein weiterer Grund ist aber sicher auch, der eher magere Zinsertrag, den die Sparbücher abwerfen. Denn derzeit liegt der lediglich noch bei ein bis zwei Prozent. Gut für die Banken, schlecht für den Verbraucher. Natürlich gefällt es den Banken nicht, dass noch alte Sparverträge mit den gut bezahlten Zinsen bestehen. Das wollen die Sparkassen nun möglichst rasch ändern und kontaktieren daher vermehrt ihre Kunden.

Immer mit der Ruhe

Vereinzelt werden nun die Verbraucher von ihren Banken angeschrieben, dass Sparangebote modernisiert werden oder sie verwenden laut Verbraucherzentrale sogar Formulierungen wie „Fälligstellung des Sparvertrags“. Die Bankkunden sind verunsichert, wenn sie dann im persönlichen Gespräch erfahren, dass der lukrative Sparvertrag nun kurzfristig gekündigt oder umgewandelt werden soll. Aber der Verbraucher ist erstmal auf der sicheren Seite. Denn so wie er sich selbst an die abgeschlossenen Verträge halten muss, so ist natürlich auf der anderen Seite auch die Bank verpflichtet, sich an Kündigungsregeln und Vereinbarungen zu halten. Die Verbraucherzentralen raten deshalb den Bankkunden, nicht vorschnell auf modernere Angebote anzuspringen, sondern Alternativen in aller Ruhe zu überdenken. Weitere Informationen gibt es z. B. bei der Verbraucherzentrale Sachsen, wo das Thema gerade besonders aktuell ist.

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