Pleite Krankenkasse – selbst um seine GKV-Versicherung kümmern

Immer mehr gesetzliche Krankenkassen geben ihren finanziellen Löffel ab. Die Versicherten sind verunsichert. Wer in der GKV bleiben muss, braucht sich aber eigentlich keine Gedanken machen. Denn grundsätzlich – außer in besonderen Ausnahmefällen – dürfen die Kassen neue Mitglieder nicht ablehnen. Allerdings müssen sich die Versicherten selbst um eine neue Versicherung kümmern.

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Die City BKK ist pleite. Bei den Versicherten geht die Angst um. Was tun, wenn man keine neue Versicherung findet? Haben wir bald Zustände, wie in den amerikanischen Fernsehserien? Wird man vor der Notfallbehandlung erst nach der Versicherung gefragt? Nein! So weit ist es noch nicht. Grundsätzlich müssen die gesetzlichen Versicherer Mitgliedsanträge annehmen. Außer in ganz speziellen Fällen, dürfen sie Neu-Mitglieder – im Gegensatz zu den privaten – nicht ablehnen.

Zwei Wochen Zeit für Pflichtversicherte Auch wenn eine Versicherung insolvent wird, sind die aktuellen Behandlungen der Mitglieder erstmal noch gesichert. Die Kosten, die die Pleite-Gesellschaft nicht mehr decken kann, übernimmt dann in der Regel die übergeordnete Versicherungsgemeinschaft. Wenn die Versicherung dann aber ihre Pforten geschlossen hat, ist der Versicherte in der Pflicht, sich eine neue Gesellschaft zu suchen. Dafür hat er nach der Schließungs-Information zwei Wochen Zeit (freiwillig Versicherte bis zu drei Monate). So oder so: Fachleute empfehlen, sich so schnell wie möglich eine neue Gesellschaft zu suchen.

Wer nicht wählt, wird zugeteilt Wer innerhalb der zwei-Wochen-Frist noch keine Versicherung gefunden hat, und pflichtversichert ist, bekommt eine Versicherungsgesellschaft zugeteilt. In der Regel wird der Arbeitgeber dann den vorletzten Versicherer (also den, der den Arbeitnehmer versichert hat, bevor dieser in die Pleiteversicherung gewechselt ist) wählen. Kann der Arbeitgeber diesen nicht mehr ermitteln oder war der Versicherte immer bei der gleichen Versicherung, sucht er einfach eine nach Belieben aus. Bei Arbeitslosen, Hartz-4-lern oder Rentnern liegt die Entscheidung, welche Versicherung abgeschlossen wird bei der Bundesagentur für Arbeit.

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