Pflegekasse Widerspruch – Ablehnen von Leistungen

Sollten sie bei einem Antrag auf Leistungen bei der Pflegekasse eine Ablehnung bekommen, so ist dies nichts tragisches, da mittlerweile fast jeder dritte Antrag nach der Erstbegutachtung abgelehnt wird. Wichtig ist es, Widerspruch einzulegen und sich auf die Verhandlung mit der Pflegekasse vorzubereiten.

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Rein statistisch gesehen wird heutzutage fast jeder dritte Antrag auf finanzielle Leistungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung nach der Erstbegutachtung abgewiesen. Davon betroffene Menschen sollten jedoch auf jeden Fall von ihrem Widerspruchsrecht beim Ablehnen von finanziellen Leistungen Gebrauch machen, da sich dies Lohnen kann.


Private Pflege eher abgelehnt als stationäre Pflege

Derzeit werden Anträge von gesetzlichen Pflegeversicherten zu 30 Prozent abgelehnt, Anträge von privaten Pflegeversicherten zu 21 Prozent. Anträge von Pflegebedürftigen, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden, werden jedoch doppelt so oft abgelehnt wie Anträge von stationär gepflegten Menschen.

Der Widerspruch sollte sofort angekündigt werden

Sollten sie eine solche Ablehnung erhalten, sollte der Widerspruch sofort angekündigt werden. Das hierfür bestimmte Schreiben muss nicht besonders formell gestaltet werden, es muss darin lediglich ein Pflegegutachten angefordert werden. Die Begründung hierzu kann noch bis zu 4 Wochen nachdem der Widerspruch eingereicht wurde nachgereicht werden.


Eine gute Begründung formulieren

Um eine überzeugende Begründung zu liefern, sollte man zunächst das von der Pflegekasse erstellte Erstgutachten überprüfen. Sollten einem Punkte auffallen, in denen die Pflege aufwändiger ist als beschrieben, so bietet es sich an, über die Pflege Tagebuch zu führen, um dann eine umfassende Aufwandsbeschreibung ablegen zu können.

Das Pflegetagebuch

In dem sogenannten Pflegetagebuch müssen alle Tätigkeiten und die ausführenden Person genauestens festgehalten werden. Jede täglich oder wöchentlich wiederkehrende Aktion muss mit Minutenangaben aufgelistet sein. Auch auf den Aufschrieb kleiner Hilfestellungen wie Hygienemaßnahmen darf nicht verzichtet werden.


Einteilung in Pflegestufen

Die Einteilung in Pflegestufen, und damit das letztendlich erhaltene Pflegegeld, wird nach Minuten vollzogen, wodurch jede aufgelistete Pflegeminute einen Unterschied machen kann.

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