Neue Gebührenordnung macht auch Privat-Zahnarzt teurer

Bisher konnten die privat Versicherten immer von Glück sagen: Beim Zahnarzt bekamen sie die modernere Behandlung zu weniger Geld. Das wird jetzt wohl anders. Denn die neue Gebührenordnung macht auch Privat-Zahnärzte teurer.

Anzeige / Inserat

Nach der Gesundheitsreform ist vor der Gesundheitsreform. So sagt man. Und ja, selbst wenn die große Reform zum Januar 2010 in Kraft trat, heißt das nicht, dass jetzt alles erstmal gut ist. Nein, denn dann kann man doch schnell mal an den Gebührenordnungen rumdoktorn. Und das machen die Politiker derzeit. Opfer sind diesmal die Zahnarzt-Patienten. Als ob der Besuch Mediziner nicht schon schlimm genug ist, muss man auch noch richtig tief in die Tasche greifen, wenn man zum Beispiel Zahnersatz braucht oder der Nachwuchs eine Spange.

Bohren, Spritzen, Ziehen

Bohren, Spritzen, Ziehen – na, bricht Ihnen schon der Angstschweiß aus? So geht es den meisten Menschen, wenn sie an den Zahnklempner denken. Allerdings nicht nur wegen der zu erwartenden Schmerzen, sondern auch wegen der Kosten, die durch seine Behandlung entstehen. Klar, hier verdienen ja auch ne ganze Menge Leute: der Zahnarzt, die Helferin, das Labor, die dortigen Mitarbeiter. Nun kann natürlich der Zahnmediziner nicht wild seine Preise frei gestalten, an die Gebührenordnung sollte er sich schon im Großen und Ganzen halten. Die Privaten wie die Gesetzlichen.


3,5 mal höher als die Basis-Gebühr

Nun dachte man bisher ja: Die Privat Versicherte haben es gut. Sie genießen den vollen Gesundheitsluxus zum vermeintlich kleineren Preis. Noch, aber vermutlich nicht mehr lange. Vor allem beim Zahnarzt scheinen die Privaten ab 2012 deutlich kräftiger zuzulangen, als bisher. Während die gesetzlichen Versicherer mit einem Honorar-Plus von ungefähr sechs Prozent für den Mediziner mit dem Bohrer rechnen, gehen die die Privaten von einer Honorarsteigerung von bis zu 20 Prozent aus, die dem Zahnarzt in die Tasche rutschen. Das liegt vor allem daran, dass die Zahnärzte Privatpatienten 2,3 mal die Basis-Gebühr berechnen dürfen. Ist das Opfer gar ein schwieriger zahnmedizinischer Fall ist sogar eine 3,5 fache Abrechnung möglich.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...