Miete nicht bezahlt – Vermieter darf fristlos kündigen

Trotz Mahnungen wurde die Miete in den vergangenen Monaten nie pünktlich überwiesen. Laut neuestem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) darf der Vermieter in solchen Fällen jetzt fristlos kündigen.

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Hält sich ein Mieter nicht an den im Mietvertrag vereinbarten Zahlungstermin, besitzt der Vermieter das Recht, dem Mieter fristlos zu kündigen und Räumungsklage zu erheben. So entschied der BGH jüngst in einem Urteil, bei dem der Mieter statt zum dritten Werktag über Monate hinweg immer zur Mitte des Monats überwiesen hatte. Und das, obwohl ihm der Vermiete rzwischenzeitlich zwei Abmanhnungen zukommen ließ.


Zwei Monate Mietrückstand reichen aus

Grundsätzlich müssen sich Mieter an die vereinbarten Zahlungstermine zur Überweisung der Miete halten. Ansonsten droht einem Mieter schon nach zwei Monatsmieten Rückstand die fristlose Kündigung. Allerdings besitzt der Mieter die Möglichkeit die Kündigung rückgängig zu machen, indem er die beiden Monatsmieten auf einen Schlag nachzahlt. Allerdings darf sich der Mieter dann die kommenden zwei Jahre bezüglich der Überweisung der Miete nichts mehr zu Schulden kommen lassen.

Auf die Deckung des Kontos achten

Befindet sich zum Zeitpunkt der fälligen Miete nicht genügend Geld auf dem Konto, kann eine Überweisung, ein Dauerauftrag oder eine Einzugsermächtigung nicht ausgeführt werden. Dieser Sachverhalt geht zu Lasten des Mieters, selbst wenn er unverschuldet in diese Situation geschliddert ist, beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes. In solch einem Fall sollte der Mieter schleunigst mit dem Vermieter Kontakt aufnehmen und um eine Stundung bitten. Um diesen Zeitraum möglichst reibungslos überbrücken zu können, kann das Sozialamt mit einer Geldspritze zur Überbrückung helfen.

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