Lebensversicherung – Beitragsfreie Verträge kündigen

Wenn Vermittler zu Kunden kommen und diesem raten dass man seine beitragsfreie Lebensversicherung kündigen soll um das Geld in einen anderen Vertrag zu investieren, ist vorsicht angesagt.

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Die Ergo Versicherungsgruppe hat derzeit einen schweren Stand, denn nach dem Skandal mit der Party (Sex) in Budapest wurde der Verkauf der überteuerten Riester Policen bekannt und nun sollen sogar Vermittler der einstigen Ergo Tochter Victoria, Kunden geraten zu haben das sie ihre beitragsfreie Lebensversicherung kündigen sollen um den Rückkaufswert in eine spezielle Unfallversicherung zu investieren, so berichtete die FTD am Montag dieser Woche.

Beitragsfreie Lebensversicherung kündigen

Bevor man eine Lebensversicherung kündigt, sollte man eine Beitragsfreistellung in Betracht ziehen. Bei einer Beitragsfreistellung einer LV verliert man am wenigsten Geld, denn nur bei einer Kündigung gibt es einen Stornoabzug und man bekommt auch keinen Schlussüberschussanteil ausbezahlt. Die einstige Ergo Tochter Victoria hat im Jahr 2009 wohl systematisch und auf Anweisung von oben den Kunden geraten ihre beitragsfreie Police zu kündigen um die Summe in eine spezielle Unfallversicherung zu stecken.

Steuerfreie Verträge gekündigt

Nach Informationen der FTD wurde dabei verschwiegen dass einige Policen sogar noch steuerfrei waren und die Vermittler haben den Kunden auch nicht mitgeteilt dass einige Policen einen Garantiezins noch von 4 Prozent hatten. So wurden zwischen 2 und 4.000 beitragsfreie Lebensversicherungen gekündigt. Die Ergo Versicherungsgruppe wird derzeit nicht geschont aber solche Praktiken gibt es bei vielen Versicherungen und vor allem bei Vertrieben. Dort werden oder wurden Seminare abgehalten, wie man seine Lebensversicherung kündigt und was man dadurch mit einer fondsgebundenen Lebensversicherungen verdienen kann, natürlich hat man bei der Hochrechnung mit mindestens 9 Prozent gerechnet.

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