Krampfadern-Operation – Was bezahlt die Krankenkasse?

Krampfadern sind ein Venenleiden, das bei Mann und Frau auftritt. Die Behandlung ist wichtig. Die klassische Therapie bezahlt die Krankenkasse. Wer modernere Methoden wählt, muss selbst bezahlen.

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Eine Studie zeigt, dass im Laufe eines Lebens fast jeder irgendwann unter Krampfadern leidet. Nach der sogenannten Bonner Venenstudie mit 3.072 Teilnehmern in einem Alter zwischen 18 und 79 Jahren haben 90 Prozent der Deutschen Veränderungen an den Venen. Das medizinische Spektrum reicht bei den Betroffenen von Besenreisern über echte Krampfadern (medizinisch Varizen), Wassereinlagerungen bis hin zu einer chronischen Venenschwäche. Die Betroffenen selbst, allen voran die Männer, unterschätzen die Erkrankung oft.

Die Folgen können lebensbedrohlich sein

Dabei ist die Therapie des Venenleidens für die Gesundheit und das Wohlbefinden wichtig. Schließen die oberen Venenklappen nicht mehr richtig, fließt das Blut zurück bis hin in die Gefäße der Seitenäste. Der Druck erhöht sich; die Beine werden schwer, schwellen an, schmerzen oder jucken. Die gesundheitlichen Konsequenzen können massiv sein. Es kann zu Venenentzündungen kommen, zu Thrombosen (Blutgerinnsel) und Embolien. Löst sich ein Thrombus kann das sogar zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Das wissen auch die Krankenkassen, weshalb die klassischen Therapie-Optionen natürlich im Leistungskatalog enthalten sind.

Moderne Methoden sind Privatvergnügen

Wie in vielen anderen medizinischen Bereichen bezahlen vor allem die gesetzlichen Krankenversicherer nur die klassischen, altbekannten Operationsmethoden. Das ist bei Krampfadern z. B. das sogenannte Stripping. Dabei wird die betroffene Vene mit einem Draht förmlich herausgerissen. Eine andere Möglichkeit die von der GKV gezahlt wird, ist das Veröden der betroffenen Vene. Dabei gibt es heute einige schonendere Methoden. Bei der Radiowellentherapie wird die Gefäßinnenwand über ein Katheder, dessen Ende erhitzbar ist, von innen erst geschädigt; in der Folge verschließt sich das Gefäß und wird vom Organismus selbst abgebaut. Ähnlich funktioniert die Behandlung mit Laserlicht. Wer sich für ein alternatives Therapie-Modell entscheidet, muss dies aber meist aus eigener Tasche bezahlen. Rücksprache mit der Krankenversicherung lohnt sich wie immer – immer. Denn in medizinisch begründeten Ausnahmefällen übernehmen die Versicherer die Kosten dann doch anteilig oder sogar vollständig.

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