Kindergeld über 18 Jahre – Ausbildung

Das Kindergeld endet nicht automatisch wenn Kinder volljährig werden. Sind die Kinder über 18 Jahre und machen eine Ausbildung oder studieren gibt es unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin Kindergeld.

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Das Kindergeld von 184 Euro im Monat muss zurück bezahlt werden, wenn das Kind in der Ausbildung über 8.004 Euro im Jahr verdient hat. Das Kindergeld von 2.208 Euro im Jahr gibt es für Kinder, die unter 18 Jahre alt sind aber auch für Kinder die sich in der Ausbildung befinden. Für Kinder die in der Ausbildung und nach 1983 geboren sind, gibt es noch bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG).

Genau rechnen vor dem Jahresende Liegt der Verdienst des Auszubildenden bei rund 11.550 Euro müssen dafür rund 2.380 Euro Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden und zieht man davon noch den Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro ab, liegt man bei 8.170 Euro also gerade mal 166 Euro über der Grenze von 8.004 Euro. Da ist es sehr ärgerlich wenn man deswegen 2.208 Euro zurück bezahlen muss. Da sollte nachgerechnet werden ob die Werbungskosten nicht die 1.000 Euro Grenze überschreiten. Denn Kilometer zur Ausbildungsstätte und in die Berufsschule dürfen da angerechnet werden. Sind das zum Beispiel 900 Euro, würde sich der Kauf von Fachbüchern zum Beispiel für 300 Euro steuerlich auswirken, denn dann erhöhen sich die Werbungskosten auf 1.200 Euro und der Verdienst sinkt auf 7.970 Euro. Deshalb lohnt sich nicht selten der Weg zum Steuerberater, denn oft spart man dadurch mehr Geld wie der Steuerberater kostet.

Volljährige Kinder Nur unter bestimmten Voraussetzungen besteht für volljährige Kinder ein Anspruch auf Kindergeld, beispielsweise wenn das Kind in der Ausbildung ist oder studiert. Seit dem Jahr 2007 gibt es Änderungen bei der Altersgrenze für das man Kindergeld bekommt. Früher gab es das Kindergeld bis zum 27. Lebensjahr, das ist für ab 1983 geborene verkürzt worden auf 25 Jahre, wenn sie in einer Ausbildung sind oder studieren. Die Grenze kann sich verschieben, wenn das Kind einen Zivildienst oder Grundwehrdienst geleistet hat. In dieser Zeit gibt es ja kein Kindergeld, deshalb verlängert sich die Altersgrenze um die Zeit des Zivil- oder Wehrdienstes.

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