Kilometer zur Arbeit – Steuererklärung 10 Jahre zurück

Die Kilometer zur Arbeit bringen ab einer gewissen Entferung Steuervorteile, doch wer da bewusst betrügt muss damit rechnendas die Steuererklärung 10 Jahre zurück geprüft werden.

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Der Weg zur Arbeit bzw. die Angabe der Kilometer kann in der Steuererklärung angegeben werden, ab einer bestimmten Entfernung bekommt ein Arbeitnehmer deshalb auch in der Regel Geld zurück vom Finanzamt. Doch wer betrügen will und immer einige Kilometer mehr in die Steuererklärung einträgt, muss damit rechnen dass sämtliche Steuerbescheide der letzten 10 Jahre neu berechnet werden.

Weg zur Arbeit

Eine Angestellte hat 10 Jahre lang 28 Kilometer zur Arbeit in die Steuererklärung eingetragen und das obwohl sie seit mehr als 9 Jahren an einem näher gelegenen Ort arbeitet und nur noch 10 Kilometer zur Arbeit hat. Ein Beamter des Finanzamtes hat das herausgefunden und hat alle Steuerbescheide neu berechnet. Das Finanzamt darf nach der Abgabenordnung Steuerbescheide noch innerhalb der letzten 4 Jahre ändern, sofern neue Dinge bekannt werden. Diese Frist verlängert sich allerdings auf 10 Jahre, wenn eine Person bewusst falsche Angaben macht und dadurch Steuern hinterzieht.

Urteil gegen die Arbeitnehmerin

Das Finanzgericht Rheinland Pfalz hat in einem Urteil (Az. 3 K 2635/08) gegen die Arbeitnehmerin entschieden. Diese hat behauptet dass sie der Meinung gewesen ist, dass sie Hin und Rückfahrt eintragen kann in die Steuererklärung. Die Richter sahen dies aber anders, denn zum einen ist der Weg hin und zurück zur Arbeit nur 20 Kilometer und noch dazu wird klar und deutlich in der Steuererklärung nach der einfachen Entfernung gefragt.

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