Gute Nachrichten für gesetzlich Versicherte

Gute Nachrichten für gesetzlich Versicherte: Nach der neuen DAK Gesundheit und der KKH Allianz scheinen nun auch die übrigen gesetzlichen Krankenkassen mit dem Gedanken zu spielen, zum zweiten Quartal 2012 die Zusatzbeiträge zu streichen.

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Die Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK Unternehmen Leben hat im Rahmen ihrer Fusionsankündigung mit der BKK Gesundheit angekündigt, im nächsten Jahr die Zusatzbeiträge zu streichen. Die KKH Allianz schloss sich der Entscheidung an, während die restlichen deutschen Versicherer noch übellaunig die Augenbrauen runzelten. Jetzt stehen die Sterne gut für alle anderen gesetzlich Versicherten. Denn die gute Konjunktur lässt die Gesamtheit der gesetzlichen Versicherungsgesellschaften zumindest über eine Abschaffung des Zusatzbeitrags nachdenken.

Die Meckerer ziehen nach

Vor einigen Wochen kündigte die DAK Unternehmen Leben gemeinsam mit der BKK Gesundheit an, dass die beiden gesetzlichen Krankenversicherer nach ihrer Fusion zur drittgrößten deutschen Krankenkasse DAK Gesundheit die Zusatzbeiträge zum April nächsten Jahres abzuschaffen. Sie forderten gar ihre Mitglieder auf, Daueraufträge rechtzeitig zu kündigen. Die übrigen gesetzlichen Versicherer stöhnten auf, ja sie beschwerten sich gar mit dem Hinweis, dass – im Falle einer finanziellen Schieflage – sie wirtschaftliche Konsequenzen für die DAK Gesundheit tragen zu müssen. Jetzt sieht alles anders aus.

Freude nur von kurzer Dauer

Wenngleich nicht alle Versicherungen nun vollständig auf den Zusatzbeitrag versichern wollen, so werden zumindest viele die Zusatzbeiträge senken. Darüber sollte man als gesetzlich Versicherter dankbar sein, denn auch Kleinvieh macht Mist. Die Freude wird aber nach Expertenmeinung nur von kurzer Dauer sein. Denn zwar profitieren die gesetzlichen Versicherer derzeit von der guten Konjunktur, der prima Arbeitsmarktlage sowie den Gesetzen im Bezug auf den Arzneimittelmarkt. Aber, langfristig gesehen ist damit die wirtschaftlich schwierige Situation im Gesundheitswesen nicht vom Tisch. Im Gegenteil, die Fachleute rechnen ab 2013 mit steigenden und zusätzlichen Kosten, die letztlich wieder auf dem Rücken der gesetzlichen Mitglieder ausgetragen werden. Aber, bis dahin ist es noch ein günstiges Jahr.

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