Fonds Kauf und versteckte Kosten

Verkäufer von Fonds erhalten oft Bestandsprovisionen, die sie dem Käufer von Fonds mitteilen müssen, sonst hat der Fondskäufer die Möglichkeit zu klagen.

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Wenn die Bank oder der Vermögensverwalter Fonds verkaufen, erhalten diese ähnlich wie in der Versicherung Bestandsprovisionen. Dies bedeutet, dass solange der Kunde diese Fonds in seinem Depot hat, bekommt die Bank oder der Vermögensverwalter eine Bestandsprovision. Es ist zwar von der Höhe nicht vergleichbar wie bei den Bestandsprovisionen bei Versicherungen aber da bei Fonds auch höhere Summen im Jahr eingesetzt werden, dürfte es doch für die Fondsverkäufer lohnend sein.

Mitteilungspflicht der Bank

Die Höhe dürfte so ab 0,3 Prozent liegen, wobei Banken bei nicht hauseigenen Fonds manchmal mehr bekommen. Allerdings müssen Banken und Vermögensverwalter dies dem Käufer von Fonds auch sagen, dass sie Bestandsprovision für den Kauf der Fonds erhalten. Da gibt es sogar ein Urteil des BGH (Az. BGH XI ZR 56/05). Der BGH sagt klar, dass der Kunde nur dann beurteilen kann, ob die Bank ihm nur die Fonds empfiehlt, weil sie selbst dran verdienen, wenn er über die Provisionen informiert ist. Wenn Anleger nicht über Provisionen informiert wurden, ist es möglich dass sie dagegen klagen und das eingesetzte Geld zurückfordern.

Fonds Kauf Kosten – Verjährungsfrist 3 Jahre

Die Verjährungsfrist bei solchen Geschäften liegt bei 3 Jahren, wobei die Beweispflicht bei der Bank liegt, dass sie den Kunden über sämtliche Provisionen aufgeklärt hat. Der Kunde muss dann vor Gericht nur glaubhaft vortragen, dass er die Fonds sicher nicht gekauft hätte, wenn er von allen Provisionen gewusst hätte. Ist die Verjährungsfrist rum, hat es der Kunde sehr viel schwerer, denn dann müsste er nachweisen, dass die Bank die Provisionen vorsätzlich verschwiegen hat, was kaum möglich ist.

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