Feuerschaden in Gaststätte

Ein Feuer in einer Gaststätte, in dem ein technischer Defekt sowie Fahrlässigkeit ausscheidet und es keine Einbruchspuren vorhanden sind, kann allein deswegen und zusätzlich wegen der angespannten finanziellen Lage des Gaststätten Besitzers zu einer Ablehnung des Schadens durch die Versicherung führen.

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Das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az.: 19U 33/06) hat entschieden dass eine Versicherungsgesellschaft zu Recht eine Schadenszahlung nach einem Brand in der Gaststätte ablehnte. Der Inhaber der Gaststätte hatte eine Feuerversicherung bei der Versicherung abgeschlossen und irgendwann nach Feierabend kam es zu einem Brand in der Gaststätte.

Versicherung lehnte Schaden ab

Die Versicherung lehnte ab den Schaden zu ersetzen, weil zum einen der Geschädigte wohl in finanziellen Schwierigkeiten war und zum anderen konnte die hinzugerufene Feuerwehr keinerlei Einbruchspuren feststellen. Die Versicherung vermutete nicht zuletzt wegen der schlechten Ertragslage des Gaststättenbesitzers, dass er seine Gaststätte selbst angesteckt hat oder eben durch einen Dritten hat anstecken lassen.

OLG in Karlsruhe

Allerdings hat der Kläger für die Nacht ein Alibi aber Einbruchspuren konnten weder von der Feuerwehr noch von einem Sachverständigen festgestellt werden. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe gab der Versicherung Recht mit der Begründung dass wenn ein unmittelbarer Beweis fehlt, würde es ausreichen das der Versicherer Indizien aufzeigt und beweist. Nach der Beweisaufnahme hatten die Richter keine Zweifel, dass der Brand in der Gaststätte vorsätzlich gelegt wurde und Fahrlässigkeit oder ein technischer Defekt auszuschließen ist. Und die Tatsache dass wohl der Brandstifter nur mit einem Originalschlüssel in die Gaststätte, nach Meinung der Richter, kommen konnte aber alle Schlüssel im Besitz des Klägers waren konnte der Brand nur durch ihn selbst oder einen von ihm beauftragten Brandstifter entstanden sein.

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