Betrunken Radfahren und die Folgen

Der Sommer naht, aber auch das Auto stehen lassen und mit Fahrrad unterwegs sein, bedeutet nicht unbegrenzt Alkohol zu trinken. Wird dies nicht befolgt kann eine Versicherung die Leistung verweigern

Anzeige / Inserat

Lass im Sommer dein Auto stehen und nimm das Fahrrad, dann kannst auch ein paar Bier trinken. So oder so ähnlich haben es die meisten von uns schon mal gehört. Folgt man diesem Rat und lässt sein Auto stehen ist dies sicherlich zu loben, nur auch Radfahrer sollten nicht unbegrenzt sich voll laufen lassen.

Promillegrenze von 1,6 Promille

Bei Radfahrer gibt es eine Promillegrenze von 1,6 Promille, bei Fußgänger sind es sogar 2,0 Promille. Ab dieser Promillezahl ist es möglich, dass Versicherungen die Leistung im Schadensfall verweigern.

Folgendes ist passiert:

Ein Mann war mit über 1,6 Promille auf seinem Fahrrad unterwegs und stürzte in einen Graben. Dabei schlug er mit seinem Kopf auf die Mauer von einem Kanalschacht. Da der Alkohol die Ursache des Sturzes war, auf der gut beleuchteten und nur mäßig kurvigen Straße, muss die Versicherung nicht zahlen. So dass Urteil des Oberlandesgericht Köln (AZ: 5 W 117/06), da keine anderen Ursachen für den Sturz zu erkennen gewesen seien. Ab 1,6 Promille bestehe bereits eine Bewusstseinsstörung. Dabei ist es egal, ob er mit dem Rad gefahren sei oder ob er es geschoben habe. Der Mann liegt im Koma und ihm wäre von seiner Unfallversicherung bei Invalidität insgesamt 269.000 Euro zugestanden.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...