Beitragserhöhung 2019 für die private Krankenversicherung

Update 2018: Die Niedrigzinspolitik der EZB und durch einige andere Gründe wird es im Jahr 2019 Beitragserhöhungen in der PKV geben

Anzeige / Inserat

Jedes Jahr verursachen die Beitragserhöhungen für die private Krankenversicherung eine Menge Ärger unter den Privatversicherten, teilweise steigen die Beiträge im zweistelligen Prozentbereich. Gründe für die Beitragserhöhungen ist der medizinische Fortschritt, Privatversicherte die ihre Beiträge nicht bezahlen und natürlich auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Iduna, Hallesche, Central, DKV, Gothaer oder Süddeutsche Krankenversicherung

Egal welche Gesellschaften aktuell Ihre Tarife erhöhen, über kurz oder lang werden viele andere nachziehen. Einige Krankenversicherer erhöhen auch die Selbstbeteiligung in einigen Tarifen, das ist im Prinzip wie eine Beitragserhöhung, denn mit steigendem Alter sind die Menschen öfters beim Arzt und kaum einer bleibt dabei unter seiner Selbstbeteiligung.

Nichtzahler belasten die Krankenkassen

Wenn Privatversicherte ihre Beiträge nicht mehr bezahlen können, belastet das auch die zahlenden PKV Mitglieder. Seit dem Jahr 2009 darf die Krankenversicherung nicht mehr kündigen, damit soll verhindert werden, dass in Deutschland jemand ohne Krankenversicherung ist. Die Nichtzahler haben allerdings nur Anspruch auf eine Notfallbehandlung, die aber auch bezahlt werden müssen.
Die Beiträge im sogenannten Notlagentarif sind eher gering mit durchschnittlich 100 Euro im Monat. Der Notlagentarif wurde im Jahr 2013 eingeführt und mit dem niedrigen Beitrag soll gewährleistet werden, dass die Betroffenen in der Lage sind, ihre Schulden relativ schnell zurück zu bezahlen. Im Jahr 2017 sind im Notlagentarif Beitragsschulden von rund 386 Millionen Euro aufgelaufen.
Durch die Nichtzahler fehlen den Gesellschaften jedes Jahr zig Millionen Euro und dieser Betrag wird umgelegt auf alle Privatversicherten und das bedeutet unweigerlich auch Beitragserhöhungen.

Niedrigzins der EZB

Natürlich machen die Krankenversicherungsgesellschaften durch die Niedrigzinspolitik der EZB bei den festverzinslichen Geldanlagen weniger Erträge als früher. Die PKV muss die niedrigeren Erträge berücksichtigen und deshalb auch unter Umständen die Beiträge erhöhen. Da das niedrige Zinsniveau durch die gesetzlichen Kalkulationsvorschriften nicht jedes Jahr in den Beiträgen berücksichtigt werden kann, wird in einigen Tarifen die Niedrigzinsphase auf einmal eingepreist werden.

Vergleich GKV und PKV

Vergleicht man die Beitragserhöhungen über die letzten 10 Jahre in der GKV (3,28 %) und PKV (3,05 %) liegt die private Krankenversicherung noch unter den Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Was tun nach einer Beitragserhöhung?

Wer schon lange bei seiner PKV versichert ist, verliert bei einem Wechsel der Krankenversicherung seine Altersrückstellungen, deshalb sollte er sich diesen Schritt genau überlegen.
Er hat das Recht auf einen Tarifwechsel bei seiner privaten Krankenversicherung, bei einem passenden Tarif kann dabei Geld gespart werden. Er kann unter gewissen Umständen in den Basistarif wechseln, den jede Krankenversicherung anbieten muss, dabei können sicherlich Beiträge eingespart werden, allerdings ist der Krankenversicherungsschutz wesentlich schlechter als in einem Normaltarif.

Wer wechseln möchte, der sollte auf alle Fälle einen Tarifvergleich machen und auch eine Beratung in Anspruch nehmen, denn auch die Auswahl der Gesellschaft ist sehr wichtig.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...