Auto Unfallschaden Werkstatt

Bei einer fiktiven Abrechnung eines Schaden an einem Auto darf nicht die teuerste Fachwerkstatt mit ihren Stundensätzen genommen werden, zumindest dann nicht wenn eine günstigere Fachwerkstatt bequem zu erreichen ist.

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Bei einem Unfallschaden an meinem Auto dachte ich bisher, dass ich in die Werkstatt meines Vertrauens gehen kann, aber dies scheint nicht so zu sein, zumindest nicht wenn diese Reparaturwerkstatt zu teuer ist.

Landgericht Berlin

Dabei geht es um das Urteil des Landgericht Berlin ( 58 S 75/06 ). Ein Mercedesfahrer war das Opfer eines Unfalls, da ein anderer Wagen in sein Auto fuhr. Er entschied sich für die fiktive Abrechnung, dies bedeutet dass er sich den Kostenvoranschlag auszahlen lässt. Dies bedeutet dass die Versicherung den Betrag dem Autobesitzer auszahlt, allerdings dabei die Mehrwertsteuer abzieht. Der Mercedes Fahrer holte sich seinen Kostenvoranschlag in einer Markenwerkstatt von Mercedes, die wohl sehr hohe Stundensätze hatte.

Markenfreie Fachwerkstatt

Das Landgericht Berlin entschied gegen den Mercedes Fahrer, da es zwar erlaubt sei mit Preisen von einer Markenwerkstatt zu rechnen, allerdings geht sowas dann nicht wenn günstigere Alternativen bequem zur Verfügung stehen. Um die Ecke des Wohnortes des Autobesitzers gab es eine markenfreie Fachwerkstatt und deren Preise wurden angesetzt. Mich würde mal interessieren ob dies genauso gelaufen wäre, wenn der Mercedes Fahrer sein Auto hätte reparieren lassen. Wenn dem so wäre müsste ich meine Gegend nach Fachwerkstätten absuchen welche günstiger sind?

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