AMNOG – Keine Einbußen für Versicherte

AMNOG bedeutet Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz und bringt erhebliche Einsparungen mit sich in der Krankenversicherung.

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Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes – kurz AMNOG macht Einsparungen bei Arzneimitteln möglich, ohne die Patienten zu belasten.

Zweckmäßig und hochqualitativ

Mit der Einführung von AMNOG im Dezember 2010 sollte die Sicherstellung einer zweckmäßigen, qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Arzneimittelversorgung in Deutschland gewährleistet werden. Neue, patentgeschützte Arzneimittel sollten im angemessenen Kostenrahmen für die gesetzliche Krankenversicherung erfolgen. Seither orientiert sich der Preis für neue Präparate am Zusatznutzen für den Patienten und nicht am Wunschpreis der Pharmafirma. Mit der Einführung des Gesetzes stieg die Angst bei Patienten, nicht mehr adäquat versorgt zu werden respektive keinen Zugang mehr zu innovativen Medikamenten zu bekommen. Diese Sorge scheint sich nicht zu bestätigen.

Nicht jede Neuerung ist sinnvoll

Nicht jedes neue Medikament, ist eine Innovation, die es dringend auszuprobieren gilt. Mitunter ist es auch sinnvoll, auf bewährte Arzneimittel zurückzugreifen. Diese sind über Jahre erprobt, Langzeitstudien können vorgehalten werden, Wechsel- oder Nebenwirkungen sind bekannt. Und die Kosten sind akzeptabel. Neue Präparate waren zumindest früher einfach schon dadurch teurer, weil sie neu genannt wurden. Durch das AMNOG-Verfahren bezahlen die Krankenkassen nun aber keine höheren Preise für behauptete Innovationen, sondern vielmehr angemessene Preise für belegte Zusatznutzen. Nicht das Attribut ,neu‘ ist bei der Bewertung eines Arzneimittels länger entscheidend; seit AMNOG ist der nachgewiesene Zusatznutzen für Patienten wichtigstes Kriterium.

600 Millionen gespart

Allein für 2017 konnten durch die Verhandlung von Erstattungsbeträgen bis zu 1,573 Milliarden Euro eingespart werden, ohne dass die Versichertenschaft Einbußen bei der Versorgung mit neuen Arzneimitteln erleiden musste. Auch die aktuellen Zahlen der Neueinführungen zeigen, dass Deutschland nicht – wie von AMNOG-Kritikern früher vorausgesagt – von neuen Arzneimitteln abgeschnitten wird. Im Gegenteil, es scheint, als wäre ein gerechterer Ausgleich zwischen den Interessen der Versichertengemeinschaft und denen der Pharmaindustrie möglich geworden. Beispielsweise sind lediglich fünf Produkte sind durch den jeweiligen Hersteller innerhalb der sogenannten opt-out Regelung aus dem deutschen Markt genommen worden.

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