Als Rentner krankenversichert in der KVdR

Ein langes Arbeitsleben liegt hinter einem. Jetzt geht man in den Ruhestand. Wie ist das aber mit der Krankenversicherung, wenn man in Rente geht? Die meisten Senioren sind dann Pflichtmitglied in der KVdR (Krankenversicherung der Rentner).

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Jahrelang hat man geschuftet. Morgens raus, abends rein. Jetzt ist es endlich soweit. Man geht in Rente. Die Kollegen feiern einen schönen Abschied. Es gibt Blumen, Kuchen und vielleicht sogar noch eine goldene Uhr. Und dann geht man nach Hause, schließt die Bürotür für alle Zeiten hinter sich. Wunderbare, ruhige Jahre liegen vor einem. Wenn man bei guter Gesundheit bleibt. Aber mit den Jahren kommt das eine oder andere Zipperlein, es zieht an allen Ecken und Enden. Gut, dass man krankenversichert ist. Aber wo eigentlich?

Waren Sie pflichtversichert?

Wer in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat und ab der zweiten Hälfte der Erwerbstätigkeit mindestens zu 90 Prozent versichert war, wird Pflichtmitglied in der KVdR. Dabei ist es nicht maßgebend, ob man sich freiwillig pflichtversichert hat. Wichtig meist für Frauen ist, dass auch die Zeit in der man familienversichert war angerechnet werden, genauso wie die Versicherungszeit in der ehemaligen DDR. Das gilt auch für Menschen, die Mitglied einer Versicherung innerhalb des europäischen Wirtschaftsraum waren oder innerhalb eines Landes mit einem Sozialversicherungsabkommens mit Deutschland gearbeitet haben.

Befreiung gut überlegen

Wer diese Vorraussetzungen nicht erfüllt, kann sich aber immer noch freiwillig in der KVdR pflichtversichern. Allerdings muss hier eine 24monatige gesetzliche Versicherung innerhalb der letzten fünf Jahre nachgewiesen werden. Wer direkt vor Rentenbeginn ein Jahr lang gesetzlich versichert war, kann sich ebenfalls freiwillig pflichtversichern. Die Krankenversicherung für Rentner wird von den gesetzlichen Krankenkassen und den Ersatzkassen geführt. Die Beiträge orientieren sich an den allgemeinen Beitragssätzen. Aus der gesetzlichen Rente wird die Hälfte des Beitrags einbehalten und direkt an die Kassen abgeführt. Wer Versorgungsbezüge oder ein eventuelles Arbeitseinkommen hat, muss die Beiträge selbst entrichten. Wer privat krankenversichert ist und das auch bleiben möchte, kann sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Allerdings muss man den Antrag auf Befreiung spätestens bis drei Monate nach Rentenbeginn stellen. Aber dieser Schritt will wohl überlegt sein, denn die Befreiung ist nicht rückgängig zu machen.

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