Änderungen beim Verbraucherschutz für Kredite

Seit Mitte Juni gab es Änderungen für Kredite, es gelten neue Verbraucherkreditrichtlinien für Bankkunden. Durch sie sind die Verbraucher besser geschützt.

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Ohne Kredit oder Darlehen geht heute doch gar nichts mehr. Ob der Kauf einer Immobilie, die Anschaffung des Neuwagens oder das Umschulden zur Strukturierung der familiären Finanzlage, ohne geliehenes Geld oder eine Finanzierung ist all das oft nicht drin. Oft ist es sogar günstiger auf Pump zu kaufen, statt bar zu bezahlen. Leider gibt es aber auch in der Kreditvermittlung schwarze Schafe, die die Verbraucher über das Messer balbieren wollen. Neue Verbraucherkreditrichtlinien schützen die Kunden jetzt besser vor diesen unseriösen Geschäftemachern.


Alle gängigen Kreditarten sind betroffen

Die Änderungen der Kreditrichtlinien wurden am 11. Juni 2010 gültig. Sie betreffen alle gängigen und zeitgemäßen Arten der Darlehensvergabe, wie z. B. klassische Bankkredite, Ratenzahlungsgeschäfte, Finanzierungs- oder Leasingverträge oder Immobiliendarlehen. Nicht als Verbraucherdarlehen dagegen gelten


Förderkredite

Kredite von Arbeitgeber an Arbeitnehmer mit Zinsen, die günstiger als marktüblich sind
Kredite unter 200 Euro oder Darlehen, die auf maximal drei Monate befristet sind
Kredite auf Grundlage eines Pfandes, wie z. B. in der Pfandleihe

Vor Abschluss informieren
Und das ändert sich jetzt:

Irreführende Kredit-Werbung mit Billigzinsen, die in der Regel nur für verschwindend wenige Kunden gelten, sind nicht mehr rechtens.

Der Verbraucher hat ein Recht auf umfangreiche Informationen vor (z. B. Sollzinssatz, Widerrufsrecht, sonstige Kosten und vieles mehr) und nach Vertragsabschluss (ganz wichtig: Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde). So kann der Kunde verschiedene Angebote besser vergleichen.

Die Kündigungsfristen haben sich zu Gunsten der Verbraucher verbessert (z. B. sind Verträge mit Laufzeit vom Kreditgeber nicht vorab kündbar).

Grundsätzlich empfiehlt es sich für zukünftige Kreditnehmer vor Abschluss eines Vertrages Angebote zu vergleichen und sie eventuell sogar von der regionalen Verbraucherzentrale prüfen zu lassen.

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