Zweck des gesetzlichen Betreuers

Für einen Menschen mit Behinderung besteht jederzeit die Einrichtung eines gesetzlichen Betreuers, welcher beim Amtsgericht beantragt werden muss und dem Betreuten in rechtlichen, finanziellen und persönlichen Angelegenheiten in einem festgelegten Umfang zur Seite steht.

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Sollten Menschen ihre gesetzlichen Angelegenheiten vorübergehend oder dauerhaft selbst nicht regeln können, besteht die im Betreuungsgesetz geregelte Möglichkeit, eine gesetzliche Betreuung zu beantragen, bei der es sich um eine Fürsorge für das Vermögen handelt. Doch was ist der genaue Zweck des gesetzlichen Betreuers?
Anforderung der gesetzlichen Betreuung Sollte man es in Erwägung ziehen, die gesetzliche Betreuung anzufordern, so ist hierfür eine Anordnung durch das Vormundschaftsgericht notwendig. Sollte ein Mensch körperlich behindert sein, kann nur dieser persönlich seinen eigenen Antrag auf die persönliche Betreuung stellen. Zuständige Hilfen findet man bei örtlichen Betreuungsbehörden, den Sozialen Diensten sowie fachkundigen Rechtsanwälten.

Zeitraum der gesetzlichen Betreuung

Nach der Einrichtung einer solchen gesetzlichen Betreuung gibt es zunächst einen Probezeitraum von einem halben Jahr. Nach diesem Zeitraum erfolgt eine Prüfung, ob eine endgültige Betreuung überhaupt notwendig ist. Sollte dies der Fall sein, wird die Prüfung nach sieben Jahren wiederholt. Bei Unzufriedenheit oder anderen Gründen kann die gesetzliche Betreuung jederzeit aufgehoben werden.

Wer kann Betreuer werden

Betreuer werden kann jeder, der Mitarbeiter in einer Betreuungsbehörde ist, als ehrenamtlicher Mitarbeiter eines Betreuungsvereins tätig ist oder ein Angehöriger des Betreuten ist, ungefähr drei Viertel aller Betreuungen werden von Angehörigen oder sozial engagierten Bürgern übernommen. Der Betreute selbst kann sich aussuchen, von wem er betreut werden möchte.

Unterscheidung in verschiedene Fälle

Bei der Betreuung selbst wird in zwei Kategorien unterschieden, und zwar in persönliche und vermögensrechtliche Fälle. Ersteres umfasst Sachen wie Unterbringung und ärztliche Versorgung, letzteres Angelegenheiten wie die Anlegung eines Vermögensverzeichnisses, die Verwaltung von Geldangelegenheiten und Rechnungslegung. Dem Vormundschaftsgericht muss einmal jährlich ein Bericht durch den Betreuer vorgelegt werden.

Überprüfung von Beschwerden

Beschwerden können von jedem Menschen beim Vormundschaftsgericht eingereicht werden, und werden dann von diesem überprüft. Außerdem werden die Betreuer regelmäßig vom Vormundschaftsgericht überprüft.

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One thought on “Zweck des gesetzlichen Betreuers

  1. Kommentar Autor
    Norbert Barth
    Ein Kommentar

    Sehr geehrte Damen und Herren, Ist es dem gesetzlichen Betreuer erlaubt überall rumzuerzählen das er mein Betreuer ist oder ist er an Diskretion gebunden.Bei Ärtzten und Behörden habe ich nichts dagegen,aber er erzählt es auch Leute mit den ich nichts zu tun habe, und dann macht er mich überallschlecht.Ist das rechtens? Mit frdl. Gruss aus dem Harz

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