Zuschussrente – Experten bezweifeln Zweckerfüllung

Die Altersarmut ist ein modernes Schreckgespenst. Um ihm das Grauen zu nehmen soll es ab 2013 die sogenannte Zuschussrente geben. Experten bezweifeln, dass sie ihren Zweck erfüllen wird.

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Die Renten sind sicher! Hahaha! So sprach einst Norbert Blüm. Guter Witz, oder? Heute wissen wir, dass nur wenig so unsicher ist, wie die staatliche Altersvorsorge, für die wir alle zahlen und auf die wir alle hoffen. Im Gegenteil, ein modernes Schreckgespenst ist die Altersarmut. Hier soll jetzt die sogenannte Zuschussrente für Entspannung sorgen. Aber, ob sie tatsächlich hält was sie verspricht? Das bezweifeln Experten.

2013 soll sie kommen

Im Rahmen der demographischen Entwicklung in unserem Land, muss uns allen klar sein, dass wir – so wir nicht privat vorsorgen – im Alter wohl nicht auf wirtschaftlichen Rosen gebettet sein werden. Vorsorge ist oft schwierig; vor allem für die, die während ihres Arbeitslebens nicht ausreichend Geld verdienen, um es in die private Rentenversicherung zu stecken. Deshalb spricht sich Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) für die sogenannte Zuschussrente aus. Diese soll im Jahr 2013 eingeführt werden und die auffangen, die als frühere Geringverdiener nur wenig gesetzliche Rente bekommen. Die Zuschussrente soll – wie der Name sagt – deren Bezüge auf maximal 850 Euro aufrunden.

Bedürftige fallen aus der Förderung

Experten betrachten die Zuschussrente eher kritisch. Es gibt eben einfach noch andere Bedürftige, die durch diese Form der Subventionierung nicht berücksichtigt werden. Man denke nur an die vielen Langzeitarbeitslosen in unserem Land oder die Selbstständigen, die unter- oder gar nicht abgesichert sind. Sie werden durch die Zuschussrente finanziell nicht aufgefangen. Wer sicher vor Altersarmut sein will, sollte – ganz egal, was sich die Politiker noch ausdenken – privat vorsorgen.

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