Zusatzbeitrag

Definition:  Zusatzbeitrag: Monatlicher Beitrag, der von gesetzlich Versicherten zu entrichten ist, wenn den gesetzlichen Kassen das Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreicht.

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Seit 2009 gibt es den so genannten Zusatzbeitrag. Bisher müssen gesetzlich Versicherte je nach Krankenkasse mindestens acht Euro monatlich berappen. Mit diesem Beitrag sollen finanzielle Defizite der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgeglichen werden, wenn deren Deckung über den Gesundheitsfond aus dem sich die Versicherer bedienen dürfen nicht möglich ist.

Kosten steigen

Dieser Zusatzbeitrag bleibt auch nach der Gesundheitsreform erhalten. Allerdings mit einer Änderung, die dem Versicherten zum Nachteil gereicht. Die Grenze des Zusatzbeitrages wurde aufgehoben. Die Erhebung des Beitrags steht den Versicherern in der Höhe also frei. Und das kann von Fall zu Fall ganz schön ins Geld gehen. Was genau ab 2011 dem Versicherten blüht, ist noch gar nicht abzusehen. Allerdings hat der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und kann die Krankenversicherung wechseln, wenn der Beitrag erhöht wird.

Sozialausgleich für Schwächere

Sozial Schwächere sollen außerdem über den so genannten Sozialausgleich abgesichert werden. Hier wird zuerst die durchschnittliche Höhe der Zusatzbeiträge ermittelt. Übersteigt dieser die Belastungsgrenze von zwei Prozent des Einkommens eines Versicherten wird die Differenz durch den Sozialausgleich abgedeckt.


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