Zusätzliche Betreuungsleistungen – Pflegeversicherung

Auch für Pflegebedürftige, die nicht in eine Pflegestufe eingestuft sind oder auch für Versicherte, die zusätzliche Betreuungsleistungen benötigen, als in der für sie zutreffenden Pflegestufe beinhaltet sind, gibt es die Möglichkeit bei der Pflegekasse einen Antrag auf zusätzliche Betreuungsleistungen zu stellen.

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Eine weitere Möglichkeit die Betreuung in der Pflege finanziell zu sichern und dem Hilfebedarf des Betreuten optimal anzupassen ist es Geld für zusätzliche Betreuungsleistungen bei der Pflegekasse zu beantragen.

Menschen mit geistiger Behinderung Menschen mit geistigen Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder Demenz, die zu Hause leben und gepflegt werden, können zusätzliche Betreuungsleistungen von bis zu 200 Euro monatlich erhalten. Wenn eine erhebliche eingeschränkte Alltagskompetenz und somit ein geringerer allgemeiner Betreuungsbedarf vorliegt, können immerhin zusätzliche bis zu einer Höhe von 100 Euro monatlich beantragt werden. Der Betrag wird erhöht, wenn eine in erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt und somit ein erhöhter Betreuungsbedarf notwendig wird. Auch dann ist die Möglichkeit gegeben Leistungen bis zu einer Höhe von 200 Euro monatlich zusätzlich zu bekommen.

Pflegekasse bezahlt keine Pauschale Die Pflegekassen zahlen diesen Betrag jedoch nicht als Pauschale aus, sondern erstatten erst im nach hinein, nachdem die Leistung in Anspruch genommen und auch belegt wurde. Das Besondere ist, dass diese zusätzliche Betreuungsleistungen nicht nur Pflegebedürftige, die in eine entsprechende Pflegestufe eingestuft wurden, erhalten, sondern auch alle Versicherten, bei denen eine Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufe I noch nicht eingetreten ist. Als Voraussetzung gilt, dass ein dauerhafter erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung besteht, der über dem in der Pflegeversicherung bereits berücksichtigten Hilfebedarf hinaus geht.

Tages- oder Nachtpflege
Aufwendungen werden durch die Pflegekasse an den Pflegebedürftigen im Allgemeinen erstattet für die Tages- oder Nachtpflege, die Kurzzeitpflege, für zugelassene Pflegedienste, wenn es sich um besondere Angebote der allgemeinen Anleitung und Betreuung und nicht um Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung handelt oder auch für die nach Landesrecht anerkannten Betreuungsangebote. Es lohnt sich auf jeden Fall sich genau bei seiner Pflegekasse zu informieren und einen entsprechenden Antrag zu stellen.

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