Zurechnungszeit

Definition:  Unter der Zurechnungszeit versteht man die Zeiten, die angerechnet werden, wenn ein Rentenversicherungsfall vorzeitig eintritt.

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Das Leben hat seinen eigenen Weg. Manchmal ist er bunt und schön, manchmal allerdings auch schwierig und sogar tragisch. Wenn das Schicksal zuschlägt ist das oft auch mit finanziellen Problemen verbunden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn ein Rentenversicherter wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit auf vorzeitige Rentenzahlungen angewiesen ist.

In jungen Jahren
Wird man in jungen Jahren erwerbs- oder berufsunfähig hätte man ohne die Zurechnungszeit nur Anrecht auf eine Kleinstrente, da man ja nur sehr wenige Beiträge einzahlen konnte. Um dem entgegenzuwirken wird in so einem Fall die Differenz der Jahre vom Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit bis zum 55. Lebensjahr zugerechnet. Die fünf Jahre bis zum 60. Lebensjahr werden noch mit einem Drittel berechnet.

Soziale Absicherung
Zugrundegelegt wird der Durchschnittswert der bisher zurückgelegten Jahre. Berechnet wird also, als hätte man erst mit 60 Jahren die Rente beantragt und solange auch Beiträge gezahlt. Die Zurechnungszeit gilt auch für die Hinterbliebenen- oder Erziehungsrente. Generell ist sie ein Mittel der sozialen Absicherung.


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