Zukunft private Krankenversicherung – Bürgerversicherung

Die private Krankenversicherung ist nicht nur durch die Gesundheitsreform im Gespräch, sondern nun scheint es auch unter einigen privaten Krankenversicherungsunternehmen Überlegungen zu geben ein Modell ähnlich der Bürgerversicherung zu schaffen und dass nicht ohne Grund.

Anzeige / Inserat

Die private Krankenversicherung in der jetzigen Form könnte bald abgeschafft werden, denn nach einem Bericht in der FTD gibt es derzeit einen heftigen Streit über die zukünftige Privatversicherung weil einige einflussreiche Konzerne am liebsten einen radikalen Umbau des Gesundheitssystems vollziehen würden. Der Financial Times liegt ein Arbeitspapier vor, was im Auftrag des GDV erstellt wurde.

Grundsicherung

Auffallend dabei ist, das die großen Konzerne wie Axa, Allianz und die Ergo Gruppe für eine Einheitsversicherung plädieren. Dies würde bedeuten dass alle Krankenversicherer gesetzlich wie privat eine Grundsicherung anbieten, die überall gleich viel kostet unabhängig vom Alter und Geschlecht ist und kein Kunde kann abgelehnt werden. Die Grundsicherung für Kinder würde der Staat bezahlen. Die privaten Krankenversicherer würden dann noch Zusatzleistungen anbieten, die der Grundtarif nicht bietet.

Keine Trennung der Systeme

Ein Vorschlag also der sehr stark an die Bürgerversicherung erinnert und der auch langfristig die Trennung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung aufheben würde. Unter den Krankenversicherern ist das Modell sehr umstritten, die großen Konzerne wie Allianz haben viele ältere Versicherte und bekommen wenig junge Kunden nach und suchen nun nach Lösungen für ihr Unternehmen. Wie in der FTD zu lesen ist dominieren diese großen Konzerne auch den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Großer Widerstand gegen das Modell kommt von den Versicherungsvereinen wie Signal Iduna und Debeka, diese Gesellschaften decken etwa die Hälfte des PKV Marktes ab und geben den Ton im PKV Verband an.

Soziale Sicherung 2020

Gegen Ende des Jahres 2006 hat der GDV eine Arbeitsgruppe eingesetzt unter der Leitung des Axa Vorstandes Hein-Peter Roß aber auch mit Vorständen der Ergo und Allianz, diese Arbeitsgruppe arbeitete seither an einem Strategiepapier mit dem Namen **Soziale Sicherung 2020: Angebote der deutschen Versicherungswirtschaft. Die Vertreter des PKV Verbandes verlangten nun, dass aus diesem Arbeitspapier die 10 Seiten mit den oben genannten Reformvorschlägen entfernt werden müssen. Was da alles noch kommt lässt sich heute aus der Ferne nicht beurteilen, doch die Uneinigkeit und auch die unterschiedlichen Interessen unter den privaten Krankenversicherungen lässt nicht gutes erahnen.

Quelle: FTD


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...