Zu viel Promille und der volle Versicherungsschutz ist flöten

Zwischen den Jahren ist feiern Pflicht. Wer sich mit Alkohol im Blut ans Steuer seines Wagens setzt, sollte aber bedenken: Im Unfallfall ist die Versicherung dann fein raus. Denn mit zu viel Promille geht der volle Versicherungsschutz flöten.

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Weihnachten, Silvester und dann kommt auch noch gleich Fasching. Vom Ende bis zum Anfang sind die Jahre meist geprägt von lustigen Familienfesten und munterem Feiern. Dazu gehört leckeres Essen und natürlich auch das eine oder andere Glas Wein, das Fläschchen Bier und auch ein Sektchen hier und da. Wer sich mit zu viel intus aber hinters Steuer setzt, bleibt im Unfallfall schlimmstenfalls teilweise auf den Kosten sitzen.

Unberechenbar – Auto und Fahrer

Gerade jetzt, wo Deutschland im Schnee versinkt, ist ein Unfall schneller passiert, als so mancher Autofahrer reagieren kann. Eis und Schnee machen die Fahrzeuge mindestens genauso unberechenbar wie die alkoholisierten Fahrer selbst. Natürlich weiß jeder, dass man nach Glühwein, Sekt und Schnäpschen nicht mehr fahren darf und soll. Rechtlich gesehen, gibt es verschiedene Grenzen. So gelten z. B. für Taxi- und Busfahrer 0,0 Promille. Auch Fahranfänger dürfen an Alkohol nur vorbeigehen, wenn sie noch fahren wollen. Ansonsten drohen Fahrverbot, Punkte in Flensburg und Geldstrafen. Mit 0,5 Promille im Blut muss man noch nicht mal auffällig werden. Wird man bei einer Routinekontrolle überführt, gibt es vier Punkte, Fahrverbot und empfindliche 500 Euro Strafe. Wer auffällig wird, muss auch schon mit 0,3 Promille das Auto für mindestens sechs Monate stehen lassen, erhält bis zu sieben Punkte und muss richtig tief in die Geldbörse greifen. Ab 1,1 Promille gilt man also absolut fahruntüchtig.

Lieber schlau im Taxi als dumm gelaufen

Richtig dumm gelaufen, ist es aber versicherungstechnisch, wenn man mit Alkohol im Blut in einen Verkehrsunfall hineingezogen wird. Je nach Situation kann das richtig teuer werden. Und dazu muss man nicht einmal der Unfallverursacher sein. Die Versicherung kann dem Unfallopfer dann nämlich eine Mitschuld vorwerfen. Schlimm – vor allem finanziell – wird es aber, wenn man den Unfall zu verantworten hat. Liegt der Promillegehalt im Blut des Fahrers über der zulässigen Grenze, unterstellt die Versicherung nämlich grobe Fahrlässigkeit und berechnet die Regulierung des Schadens anhand der Quotenregelung. Je nach Höhe der Mitschuld muss der Unfallfahrer dann einen entsprechenden Teil (Quote) der Kosten übernehmen. Und das kann wirklich teuer werden. Also: Entweder nur zum Wässerchen greifen, Heim laufen oder ein Taxi rufen.

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