Wohnfläche richtig berechnen – kann vom Mietvertrag abweichen

Man tut sich schwer wenn man die Wohnfläche richtig berechnen will, deshalb hierzu eine kurze Erklärung. Die richtige Wohnfläche kann in einem gewissen Rahmen von der Angabe im Mietvertrag abweichen.

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Wenn die Wohnfläche in einem gewissen Rahmen kleiner ist als im Mietvertrag angegeben, darf der Mieter nicht einfach die Miete kürzen. Nach einem Urteil des BGH (Az. VIII ZR 205/08) vereinbaren beide Seiten mit ihrer Unterschrift lediglich eine *Beschaffenheitsvereinbarung* und dies ist keine Garantie für die im Mietvertrag genannte Quadratmeterzahl.

10 Prozent Toleranzgrenze

Dies bedeutet allerdings nicht dass man alles reinschreiben kann in den Mietvertrag. Für Mieter und Vermieter gilt eine Toleranzgröße von 10 Prozent. Zu der Wohnfläche gehören alle Räume die sich innerhalb der Wohnung befinden. Dabei wichtig ist die Höhe des Raumes, alle Räume die mindestens 2 Meter Höhe haben zählen voll zu der Wohnfläche während Räume die nur zwischen einem und zwei Meter Höhe haben werden nur zur Hälfte zur Wohnfläche gerechnet. Räume die weniger als einen Meter Höhe haben werden nicht zur Wohnfläche dazu gezählt.

Terrasse und Balkon zählen nicht voll zur Wohnfläche

Terrasse und Balkon zählen nicht voll zur Wohnfläche allerdings findet sich dazu auch keine genaue Angabe sondern nur so viel dass Balkon oder Terrasse zu einem viertel bis zur Hälfte zur Wohnfläche zählen. Andere Räume wie der Speicher oben oder der Kellerraum unten zählen nicht zur Wohnfläche.

Es gilt für beide Seiten, wenn ein Vermieter feststellt dass er eine zu kleine Wohnfläche eingetragen hat kann er die Miete nicht erhöhen wenn sich dies innerhalb der Toleranzgrenze von 10 Prozent bewegt.

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