Wohnbürgschaft statt Mietkaution? Hier der Vergleich

Wer sich heute eine neue Mietwohnung sucht, braucht spätestens morgen viel Geld für die Kaution. Nicht jeder verfügt aber über soviel Bares und zieht deshalb eine Wohnbürgschaft in Betracht. Die wird neben Banken auch von der Deutschen Kautionskasse angeboten. Mit Vor- und Nachteilen.

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Die Wohnung, die man sich da angeschaut hat, war wirklich toll. Drei große, helle Zimmer. Stadtnah gelegen, an die öffentlichen Verkehrsmittel angebungen und frisch renoviert. Und auch der Preis war absolut angemessen. 600 Euro kalt, das ist zwar ein Wort, aber zu zweit schon bezahlbar. Wär da nur nicht die Kaution von immerhin drei Monatsmieten. Also satten 1.800 Euro, die man mal einfach so bar auf den Tisch legen soll. Irgendwie geht das gar nicht.


Sicherheit für den Vermieter

Natürlich ist aber völlig verständlich, dass der Wohnungseigentümer eine Sicherheit für seine zu vermietende Wohnung haben möchte. Also, was tun, sprach Zeus? Meist kann man sich mit dem Vermieter auf eine so genannte Bürgschaft einigen. Diese wird in der Regel von der Bank des zukünftigen Mieters gewährt. Allerdings eben tatsächlich nur den eigenen Bankkunden. Aber: Seit neuestem gibt es noch eine andere Möglichkeit. Die Bürgschaft über die Deutsche Kautionskasse, die man im Internet findet.

Rendite für den Mieter

1.) Vorteil: Gegen eine Gebühr erhält man hier eine so genannte Bürgschaftsurkunde. Dafür zahlt man als Kunde eine jährliche Provision sowie eine jährlich Kontogebühr. Das erscheint im ersten Moment natürlich günstig. Da nicht gleich ein ganzer Batzen Geld fällig wird. Ein weiterer Vorteil der Deutschen Kautionskasse ist, dass sie für alle offen steht. Der Vermieter bekommt außer der Sicherheit außerdem eine Bonitätsprüfung des Mieters gratis zugeliefert.

2.) Nachteil: Eine bar gezahlte Kaution bekommt man am Mietende zurück, wenn man das Mietobjekt in gutem Zustand hinterlässt. Nicht zu vergessen, dass der Betrag meist angelegt auch noch Zinserträge bringt. Die Gebühren für die Bürgschaft hingegen sind verloren: keine Zinsen, kein Bares. Und das macht die Wohnbürgschaft bei der Kautionskasse so teuer. Denn über die Jahre kommt da an Gebühren natürlich einiges zusammen. Außerdem ist zweifelhaft, dass ein informierter Vermieter eine Bürgschaft über die Deutsche Kautionskasse akzeptiert. Denn sie ist lediglich Vermittler zwischen Bürgschaftskunde und Bürge. Der in diesem Fall ein europäisches Tochterunternehmen des amerikanischen Versicherungsunternehmens AIG ist; bekannt durch sein in finanzieller Hinsicht angeschlagenes Image. Deshalb: Wer kann, sollte sich die klassische Kaution leisten. Denn hier springt zum Schluss noch was Bares raus, wenn man sorgsam mit dem Mietobjekt umgeht.

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