Wie reklamiert man Reisemängel richtig

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Oftmals sind es oft die Nicht-So-Schönen Seiten des Urlaubs die in Erinnerung bleiben. Damit man sich bei Urlaubsmängeln aber nicht auch noch finanziell ärgern muss, sollte man sie reklamieren. Damit die Beschwerde Wirkung zeigt, muss man aber so einiges beachten.

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Die Reise war ein Geschenk der Eltern. Die junge Frau und ihr Freund kamen mit ihrem kleinen Sohn auf Mallorca bei strahlendem Sonnenschein an. Und dann das: Das Hotel war mitten im Touristengebiet, der Strand nur über die Hauptverkehrsstraße zu erreichen, das Essen schlecht und die Mitgäste waren fast ausschließlich Briten. Die holländischen Animateure beachteten die wenigen deutschen Gäste kaum und die einzige deutsche Animateurin war jung, unerfahren und leider geistig auch ein wenig minderbemittelt. Statt der gebuchten Aussicht auf das Meer, gabs ein Heizkraftwerk, im Fernsehen war der Blick nicht besser: Es gab entweder Ameisenrennen, Schneetreiben oder RTL 2. Ja und das Essen? Das war in etwa so ekelhaft wie die feinen Blutspritzer der Vorgäste an der Tür des Badezimmers.

So isses eben

Der Strand war schön. Das ist doch was. Trotzdem, die Kleinfamilie wollte das nicht mit sich machen lassen. Also suchten sie die Reiseleiterin, die hübsch anzuschauen war und tolle Ausflüge vermitteln konnte. Und natürlich auch berechnete. Auf die Beschwerden hin, bekamen die jungen Leute dagegen weniger schön, immer nur zu hören: Tja, so isses eben. Auch schön. Zu Hause angekommen, wollten sie jetzt aber in die Beschwerdevollen gehen. Und waren überrascht, was es alles zu beachten gibt, wenn man sich erfolgreich beschweren möchte.

Top-5 zur erfolgreichen Beschwerde

  • Das Reiserecht gilt für Pauschalreisen (mind. zwei Leistungen werden kombiniert, z. B. Flug und Hotel).
  • Wichtigste Regel: Reklamieren Sie noch am Urlaubsort und lassen sie sich ihre Beschwerde attestieren.
  • Führen Sie ein Reisemängeltagebuch, am besten bebildert.
  • Frist einhalten: Ansprüche müssen bis spätestens vier Wochen nach Reiseende gelten gemacht werden.
  • Bietet Ihnen der Reiseleiter vor Ort eine Alternative (z. B. anderes Hotel) an, müssen Sie diese annehmen. Das heißt vor Gericht die Schadenminderungspflicht.
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