Wie finden Kassenpatienten einen guten Arzt

Als Kassenpatient einen neuen und auch guten Arzt zu finden, ist oft nicht einfach. Wer gar keinen Erfolg hat, sollte sich an seine Versicherung wenden.

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Die junge Frau war mit ihrem Frauenarzt sehr zufrieden. Deshalb ging sie auch jahrelang zu dem gleichen Mediziner. Der kannte ihre persönliche Situation, hatte sie während der Schwangerschaft ihrer beiden Kinder betreut und war auch bei deren Geburt zur Stelle. Aber wie das Leben so ist, der Arzt wurde älter und ging irgendwann in die wohlverdiente Rente. Der Schock war groß. Jetzt musste also ein neuer Arzt her.

„Wir nehmen niemanden mehr auf“

Was tun? Die alleingelassene Patientin nahm die gelben Seiten zur Hand und setzte sich ans Telefon. Leider mit wenig Erfolg. Denn egal welche Nummer sie auch wählte, die Frage war immer die gleiche: „Wie sind sie noch gleich versichert?“ Auf die ehrliche Antwort: „Bei einer gesetzlichen Krankenkasse,“ bekam die Frau immer dieselbe Reaktion. Freundlich und doch bestimmt hörte sie die Absage: „Leider nehmen wir keine neuen Patienten mehr an.“ Die Verzweiflung wuchs. Kann man denn tatsächlich nichts tun, um einen neuen, vertrauenswürdigen Arzt zu finden, der einen als Patienten – wenn auch nicht mit offenen Armen – so doch wenigsten wohlgesonnen aufnimmt?

Beschweren Sie sich ruhig

Egal aus welchen Gründen man einen neuen Arzt sucht, oft ist es nicht einfach. In der Tat ist es so, dass man als gesetzlich Versicherter nicht viele Möglichkeiten hat, es gibt keinen Rechtsanspruch darauf, dass ein Mediziner einen als neuen Patienten aufnehmen muss. Es bleibt einem erstmal nur, das Telefonbuch hoch und runter zu telefonieren und die Hoffnung nicht aufzugeben. Wenn alle Stricke reißen kann man sich aber auch an die jeweilige Krankenkasse wenden.

Angebot der Versicherer

Die DAK beispielsweise bietet einen Terminservice für ihre Mitglieder an. Aber auch bei anderen Versicherungen lohnt es sich, nachzufragen. Denn auch hier regelt die Nachfrage das Angebot. Ablehnen dürfen Ärzte Patienten übrigens nicht, wenn akute gesundheitliche Beschwerden bestehen. Zwar muss man als Patient dann wahrscheinlich längere Wartezeiten in Kauf nehmen, aber gänzlich nach Hause schicken, darf der Mediziner einen Kranken nicht. Tut er es doch, sollte der Betroffene sich nicht scheuen und den Arzt bei der Krankenversicherung oder gleich bei der kassenärztlichen Vereinigung melden.

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