Wichtige Darmkrebs-Früherkennung zahlt Krankenkasse

Von allen Krebserkrankungen gehört der Darmkrebs zu den am besten erforschten Formen. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, ist sie in vielen Fällen heute heilbar. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Das wissen auch die Krankenkassen und übernehmen deshalb die Kosten für die empfohlene Untersuchung.

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Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen und dessen Familie ein riesiger Schock. Das ist auch bei Darmkrebs so. Das Risiko an einem Kolonkarzinom zu erkranken, steigert sich mit jedem Lebensjahr. Denn der Krebs im Darm entwickelt sich nur langsam. In den meisten Fällen liegen dieser bösartigen Krankheit gutartige Darmpolypen zugrunde, die langsam – mitunter über zehn Jahre – entarten. Aus dieser langsamen Entwicklung resultiert vermutlich, dass die meisten Darmkrebspatienten über 50 Jahre alt sind.

Anfangs bleibt er unbemerkt

Das Fatale am Darmkrebs ist, dass er sich meist vollkommen unbemerkt heranschleicht. Im Frühstadium der Erkrankung gibt es häufig keine Anzeichen. Man fühlt sich gut und leistungsstark. Ist die Erkrankung aber fortgeschritten, zeigen sich Symptome wie Blut oder Schleim im oder mit dem Stuhl, wechselnde Verdauung (Durchfall, Verstopfung), der Stuhl ist dünn wie ein Stift, Darm- und Bauchkrämpfe, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsabnahme und eine fahle Hautfarbe. Stellt man diese Zeichen an sich fest, ist es höchste Zeit, zum Arzt zu gehen. Experten aber empfehlen, gar nicht erst so lange zu warten. Denn wird die Krankheit früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen.

Vorsorge besser als Nachsorge

Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, kann sie bis zu 90 Prozent geheilt werden. Deshalb ist die Vorsorge wichtig und ohnehin immer besser als eine nötige Nachsorge. Dabei unterscheidet man zwei Untersuchungsmethoden. Zum einen lässt sich Darmkrebs über so genanntes okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl nachweisen. Zum anderen gibt es die berühmt-berüchtigte Darmspiegelung, die medizinisch Koloskopie genannt wird. Diese Untersuchungsmethode ist gefürchtet. Dabei ist sie heute so weit entwickelt, das kaum Risiken bestehen.


Früherkennungsmaßnahmen ab 50 Jahre

Experten wie z. B. die Deutsche Krebshilfe empfehlen Früherkennungsmaßnahmen ab einem Alter von 50 Jahren. Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl ab diesem Alter einmal jährlich. Ab 55 Jahren trägt sie auch die Koste für eine Koloskopie.

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