WestLB mit Aktienhandel viel Geld verloren

Einige 100 Millionen Verlust hat wohl die WestLB mit Fehlspekulationen beim Aktienhandel eingefahren

Wie in der FTD zu lesen ist, hat die WestLB mit Aktienhandel durch eine Fehlspekulation mehrere 100 Millionen Euro verloren.
Wohl in Zusammenhang mit diesen Verlusten steht die Entlassung des Geschäftsbereichsleiter für Equity Markets Friedhelm Breuer und einem weiteren Manager am Montag.
Ein Sprecher der WestLB sagte, dass Friedhelm Breuer die Bank verlassen hat und sich neuen Aufgaben widmen wird. Die Bafin erklärte, dass sie die Vorgänge zwar genau beobachte aber zu eventuellen Verstößen gegen Vorschriften keine Stellung nehmen will.
Wie in Händlerkreisen vermutet wird, sind Geschäfte mit Stammaktien und Vorzugsaktien des Autokonzerns VW für die Verluste verantwortlich, wobei die WestLB wohl darauf setzte, dass die Kursdifferenz zwischen den beiden Aktiengattungen sinkt.
Als jedoch Porsche vor eineinhalb Wochen seinen Anteil an den VW Stammaktien auf fast 31 Prozent aufstockte, ging diese Wette nicht mehr auf, da der Kurs der Stammaktien im Verhältnis zu den Vorzugsaktien stärker anstieg. Innerhalb kurzer Zeit stieg die Differenz um 7 Euro, was dann wohl schlussendlich bei der WestLB zu dem Verlust geführt haben dürfte.
Im Markt wird von einigen befürchtet, dass Hedge Fonds oder andere Anleger die flüssig sind die Verluste der WestLB mit Spekulationsgeschäften noch ausweiten könnten.
Den beiden entlassenen Managern ist es nicht um eine persönliche Bereicherung bei diesem Spekulationsgeschäft gegangen sondern wohl eher um das Erreichen der sehr hohen Gewinnziele, die wohl vom Vorstand gesetzt worden sind.
Die beiden Manager mit sofortiger Wirkung zu entlassen wird im Markt als nicht sehr geschickt angesehen, da es nun für die Bank schwerer wird das Geschäft mit den VW Aktien ohne weitere Verluste zu beenden.
In Finanzkreisen wird auch erwartet, dass außer dem finanziellen Schaden für die WestLB auch strafrechtliche und aufsichtsrechtliche Konsequenzen hinzukommen könnten. Es wurde gegen zahlreiche interne Regeln sowie gesetzliche Vorgaben und auch Aufsichtsvorschriften verstoßen.
Der wohl doch sehr hohe Verlust der WestLB dürfte die Bank treffen, da diese gerade für den Kauf der Landesbank Berlin bietet und sie will auch bei der Sachsen LB einsteigen, wobei Geld gebraucht wird.

Quelle: ftd.de