Wer zahlt eigentlich bei Krankheit das Gehalt?

Krankmeldungen sind für ein Unternehmen ein wirtschaftliches Risiko. Aber muss der Arbeitgeber eigentlich alleine das Gehalt weiterbezahlen? Wer zahlt wirklich?

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Man steckt nicht drin. Krankheit kann einfach jeden treffen und niemand ist davor gefeit. Sich mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit zum Arbeitsplatz zu schleppen ist nur selten sinnvoll. Erstens geht es auf die eigene Gesundheit und kann zu einer chronischen, also andauernden, Erkrankung führen. Zweitens steckt man womöglich Hinz und Kunz und die lieben Kollegen an. Wer wirklich krank ist, sollte zum Arzt gehen. Und sich gegebenenfalls auch krankschreiben lassen.

Ärztliches Attest muss sein

Krank gemeldete Mitarbeiter sind ein wirtschaftliches Risiko für alle Unternehmer. Vor allem natürlich dann, wenn sich die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei vielen Angestellten häufen, wie es z. B. zu den typischen Infekt Zeiten wie im Winter oder Hochsommer oft der Fall ist. Denn in Deutschland gibt es das Lohnfortzahlungsgesetz. Das heißt, dass jeder Angestellte und Arbeiter das Recht auf Entlohnung hat, auch dann, wenn er – mit ärztlichem Attest – nicht zur Arbeit kommt. Dieses muss in der Regel am dritten Tag, nach Fernbleiben vom Arbeitsplatz beim Arbeitgeber vorliegen. Eine zweite Ausgabe des Attestes – hier übrigens mit verschlüsselter Angabe der Diagnose – bei der jeweiligen Krankenversicherung abgegeben werden.

Der Arbeitgeber wird belastet

Die Lohnfortzahlung belastet im ersten Schritt immer den Arbeitgeber. Dieser ist verpflichtet bis zu sechs Wochen im Falle eines erkrankten Mitarbeiters das vertraglich zugesicherte und üblicherweise ausgezahlte Gehalt oder den Lohn weiterzubezahlen. Erst nach sechs Wochen springt die Krankenkasse ein. Kleinere Unternehmen, die durch die Lohnfortzahlung in wirtschaftliche Schieflagen geraten könnten, können allerdings schon vor Ablauf der sechs Wochen bei den gesetzlichen Krankenkassen um eine finanzielle Beihilfe anfragen. Grundsätzlich gilt übrigens für kranke Arbeitnehmer, sich besser zu Hause auszukurieren statt einen oft langwierigeren Rückfall zu riskieren. Das kommt den Arbeitgeber immer teurer.

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