Wer ein Auto anschiebt haftet nicht

Zwei oder mehr hilfreiche Hände braucht es dieser Tage oft, um mit dem Auto aus dem Schneechaos zu kommen. Leider kann es auch hier zu Unfällen und Missgeschicken kommen. Aber: Wer anschiebt, haftet nicht!

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So viel Schnee, wie in diesem Jahr hatten wir seit Ewigkeiten nicht. Meterhoch liegt das weiße Pulverzeug verpappt und verreist am Straßenrand. Wer sein Auto einmal in eine Parklücke gefahren hat, kann von Glück reden. Zumindest so lange, bis er es wieder rausfahren will. Denn nur allzuoft, bleibt das Fahrzeug dann im Schnee stecken.

Allein kommt man nicht raus

Allein kann man sich aus dieser Misere nur schwer befreien. Was bleibt also, ist auf Hilfe von außen zu hoffen. Und tatsächlich, noch durch die Weihnachtsfeiertage milde gestimmt oder durch den Vorsatz auf mehr Freundlichkeit fürs neue Jahr auf Nächstenliebe gepolt, recken sich dem steckengebliebenen Autofahrer dieser Tage gleich mehrere helfende Hände entgegen. Toll, sogar die Stimmung ist gut. Lachend und feixend wird geschoben und navigiert, gefachsimpelt und beratschlagt und zwar genauso lang, bis der Lack am Wagen ab ist. Und zwar buchstäblich.

Wo geholfen wird …

Denn wo gehobelt wird, fallen Späne und wo geholfen wird, geschehen Unfälle und Missgeschicke. Der Ärger ist groß, wenn man jemandem zur Seite stehen will und man dabei was kaputt macht. Wer jetzt nicht mehr helfen will, aus Sorge für eventuelle Schäden haftbar gemacht werden zu können, kann sich entspannen und umdenken. Denn zumindest bei der Anschiebhilfe im Straßenverkehr ist diese Sorge unbegründet. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft springt die Versicherung des Autofahrers für die Schadenregulierung ein. Anders ist das nur, wenn der Fahrer sich weigert, auf seine Versicherung zurückzugreifen. Dann kann so ein Fall von Anschiebhilfe doch noch – schlimmstenfalls – vor Gericht landen.

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