Wenige Organspenden für Kinder – Ärzte fragen nicht

Organspenden sind in der heutigen Gesellschaft ein sehr wichtiges Thema, denn immer mehr Menschen, darunter auch viele Kinder brauchen ein neues Organ. Da Organhandel in Deutschland illegal ist, müssen Ärzte bei Kindern die Erlaubnis der Eltern einholen, nach dem ein Kind verstorben ist.

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Fragen?!?! Das hört sich schon schwer an, denn stellen Sie sich vor, Ihr Kind verstirbt und dann kommt der Arzt direkt danach und bittet um eine Organspende. Dass dies ist nicht nur für die Eltern schwer zu ertragen ist sondern auch der Arzt hat in den meisten Fällen eine Hemmschwelle wenn es darum geht die Eltern zu bitten. Dennoch muss man auch die Seite jener Eltern betrachten, die durch eine Organspende ihr Kind behalten können und es groß werden sehen.

Bundesverband Herzkranker Kinder

Am Samstag den 14.05.2011 hat eine Tagung, des Bundesverbands Herzkranker Kinder (BVHK), in Heidelberg stattgefunden. Auf dieser Tagung sind erschreckende Themen besprochen worden z.B. dass die Eltern junger Unfallopfer von den Ärzte oft nicht auf eine mögliche Organspende angesprochen werden. Den Grund hierfür findet man in der Tatsache, dass es für die Ärzte oft ein zu großer Aufwand ist, einen Hirntoten Patienten bis zur Transplantation am Leben zu erhalten. In den Augen der Vorsitzende des BVHK Hermine Nock ist dies ein Skandal.
Der BVHK stellt nun klare Forderungen, welche auch wirklich schnell durchgeführt werden sollten Gefordert wird unter Anderem, dass alle Krankenhäuser extra Transplantationsbeauftrage bräuchten, des Weiteren sollten Standards in der Betreuung potenzieller Spender eingeführt werden, sowie richtige Versorgung und Gesprächsanleitung für das alles entscheidende Gespräch mit der alles entscheidenden Frage.

Fakten

Laut des Bundesverbands für Herzkranke Kinder ist die häufigste Behinderung in Deutschland, ein angeborener Herzfehler, denn es werden Jährlich 100 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Es muss sich ja nicht gleich um eine Multiorganentnahme handeln, denn in Deutschland gibt es nicht Hopp oder Top. Jeder kann selbst entscheiden, welche Organe er spenden möchte und welche er sein Kind spenden lassen will. Es muss wirklich gesehen werden das eine Niere genauso ein Leben retten kann wie ein Herz.

Fazit

Einen Organspende-Ausweis gibt es bei jedem Hausarzt umsonst und er sollte von jedem Patienten ausgefüllt werden, denn wenn man jetzt an die Ärzte denkt, denen es scheinbar wirklich schwer fällt, wird dadurch eine Last abgenommen, des Weiteren kann man auf diesem Ausweis genau eintragen was man spenden möchte und was nicht. Da diese Möglichkeit bei Kindern nicht besteht sollten Eltern sich früh genug Gedanken darüber machen und festlegen, was in einem so tragischen Fall passieren sollte.

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