Welche Versicherung braucht der Lehrling?

Für viele jugendliche Schulabgänger beginnt ab September der Ernst des Lebens. Sie beginnen eine Ausbildung und steigen ins Berufsleben ein. Jetzt heißt es an Vorsorge und Versicherung denken. Aber welche sind wirklich wichtig für den Lehrling?

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Für viele junge Erwachsene ist jetzt bald Schluss mit Schule. Viel geredet wurde zu Hause über die Art der Ausbildung, Zukunftschancen und die Verantwortung für die eigene Zukunft. Und jetzt soll es also soweit sein. Ab September stürzen sie sich in die Lehrzeit und erlernen einen Beruf. Und prompt nehmen Versicherungen Kontakt mit den Schulabgängern auf und empfehlen hier Verträge und dort Policen. Eltern und Kinder sind mit der Entscheidung aber oft allein. Aus dem Wunsch alles richtig zu machen, werden dann oft Versicherungen abgeschlossen die unnötig sind und teuer.

Wichtig für den Azubi
Zum Einstieg sind einige Versicherungen natürlich enorm wichtig, wie z. B. die

* Haftpflichtversicherung: Allerdings sind Lehrlinge, deren Eltern bereits haftpflichtversichert sind, während der Ausbildung noch mitversichert. Das gilt auch, wenn der Azubi über 18 Jahre ist.
* Hausratversicherung: Oft kommt mit der Ausbildung auch das erste eigene Zimmer. Dann kann eine Hausratversicherung durchaus sinnvoll sein. Vor allem, wenn das Mobiliar besonders teuer ist. Grundsätzlich gilt aber: Vor Abschluss eines Vertrages, sollte man sich überlegen, wie wertvoll das Eigentum ist. Denn danach richten sich dann die Versicherungssumme und die Höhe der Beiträge.
* Altersvorsorge: Ganz wichtig! Auch wenn man erst 17 Jahre alt ist und noch nicht an die Rente denkt. Je früher man anfängt, desto abgesicherter ist man im Alter. Am besten nutzt man hier auch Zulagen vom Staat (Stichwort Riester-Rente).
* Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Versicherungen sind zwar teuer, aber durchaus sinnvoll. Denn wer in jungen Jahren bereits arbeitsunfähig wird, kommt finanziell oft nicht mehr auf die Beine.


Das muss nicht sein

Natürlich gibt es auch Versicherungen, die man geflissentlich übergehen kann oder solche, die nicht unbedingt notwendig sind. Dazu gehört ganz klar die Kapital-Lebensversicherung. Hier sollte der Lehrling nicht unterschreiben, da er sich mit Vertragsabschluss zu regelmäßigen Zahlungen verpflichtet, von denen er nicht weiß, ob sie nach der Lehre für ihn noch finanzierbar sind. Und das Aussteigen aus oder Kündigen von solchen Verträgen geht kaum, ohne dabei finanzielle Verluste zu erleiden.

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