Welche Impfungen zahlt die Krankenkasse?

Die Reise ist gebucht und spätestens, wenn man die Impfempfehlungen für einige Länder liest, bekommt man es mit der Angst zu tun: da wird gewarnt vor Hepatitis A und B, Typhus, Meningokokken-Krankheit, Tollwut, Cholera, Gelbfieber, Influenza oder Malaria. Für viele dieser Krankheiten existiert ein Impfschutz, doch Impfungen sind teuer und man fragt sich: zahlt die Krankenkasse?

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Empfehlungen für Reiseimpfungen werden von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts ausgegeben. Manche Krankenkassen orientieren sich daran – doch gesetzlich verpflichtet sind die Krankenkassen nur zur Übernahme von medizinisch notwendigen Impfungen, zu denen Diphtherie, Kinderlähmung, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Röteln gehören. Andere Impfungen, die besonders bei Reisen außerhalb Europas empfohlen werden können teuer werden. Nicht jede Kasse übernimmt die mit über 200 Euro teuren Impfungen zur Prophylaxe gegen Hepatitis A und B. Bei anderen Medikamenten, wie z.B. gegen Malaria muss der Versicherte schon einmal selbst in die Tasche greifen, um sich dann mit Rezept und Kassenbon der Apotheke das Geld bei der Versicherung holen zu können. Andere Krankenkassen übernehmen nur einen Teil der Kosten für den sinnvollen Impfschutz.

Einige Krankenkassen bleiben knausrig bei Reiseimpfungen

Betriebskrankenkassen und Ersatzkassen übernehmen viele Reiseimpfungen z.B. gegen Cholera, FSME, Gelbfieber, Influenza, Meningokokken, Typhus und Tollwut. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen hingegen zahlen meist nicht oder nur im Einzelfall. Aber auch da gibt es Ausnahmen. Grundsätzlich sollte man sich rechtzeitig bei der eigenen Krankenkasse über die Leistungen bei Reiseimpfungen informieren, um Klarheit über die anfallenden Kosten zu bekommen.

Frühzeitig über den nötigen Impfschutz informieren

Wenn die Reise gebucht ist, helfen im Internet das CRM, Centrum für Reisemedizin, und die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes weiter, um Informationen über wichtige Impfungen für das Urlaubsland zu erhalten. Wichtig ist, sich frühzeitig zu informieren, denn es kann schon mal acht Wochen dauern, bis eine Impfung die vollständige Schutzwirkung erlangt. Bei Hepatitis A und B sind gleich drei Impfdosen über mehrere Wochen nötig, damit der Schutz vollständig aufgebaut werden kann. Doch selbst wenn man die Vorsorge verpasst hat und auch bei kurzfristigen Reisen, ist es besser sich spät als überhaupt nicht impfen zu lassen.

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