Welche Gesundheitsfragen für private Krankenversicherung?
Wer im Krankheitsfall mehr möchte als Standard, spielt immer mal mit dem Gedanken, Mitglied einer privaten Krankenversicherung zu werden. Der Weg zur bevorzugten Behandlung ist aber steinig und von so genannten Gesundheitsfragen gepflastert.
Besser arm dran als Arm ab. Dieser alte Witz zeigt: Gesundheit ist unser höchstes Gut. Krank sein ist für niemanden schön, ob arm oder reich. Man quält sich mit Schmerzen, wälzt sich im Fieberwahn oder hustet sich die Seele aus dem Leib. Allerdings kann der, der mehr hat sich auch besser versichern. Und in Zeiten von Gesundheitsreform und der Reform der Reform, tendieren viele Versicherte dazu, von dem gesetzlichen Standard in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Als Privatpatient 1. Klasse
“Sind Sie privat versichert?” So wird man schon bei der Terminanfrage in die entsprechende Schublade gedrückt. Glück hat meist der, der tatsächlich eine private Versicherung (PKV) hinter sich hat, hier gibts meist ruckizucki einen Arzttermin. Der Weg in die PKV ist aber steinig und von Fragen gepflastert. Wer will schon die Laus im Pelz. Die Versicherer sicher nicht. Deshalb wollen sie schon im Vorfeld Erkrankungen ausschließen, die absehbar in der Behandlung teuer werden. Dazu muss der Interessierte die so genannten Gesundheitsfragen beantworten. Und da sollte man als zukünftiger Privatpatient ehrlich bleiben. Denn zeigt sich irgendwann, dass man Vorerkrankungen verschwiegen hat, erlischt der Versicherungsschutz sofort und man bleibt schlimmstenfalls auf den Behandlungskosten sitzen.
Die Top-Liste der Fragen
Typische Fragen, die dem PKV-Anwärter gestellt werden sind zum Beispiel:
· Besteht oder bestand eine HIV-Infektion?
· Sind Sie arbeitsunfähig?
· Bestehen derzeit Krankheiten, Beschwerden, Störungen der Gesundheit?
· Gab es in den letzten zehn Jahren ambulante oder stationäre Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen oder Operationen? Hier müssen auch Kontrollen angegeben werden.
· Haben Sie in den letzten zehn Jahren Medikamente, Drogen oder Beruhigungsmittel genommen?
· Sind Sie unfruchtbar?
· Waren Sie in den letzten zehn Jahren krebskrank, sind Sie es jetzt?
· Leiden Sie unter Behinderungen, Organfehlern?
· Waren Sie in psychotherapeutischer Behandlung oder ein Suchtpatient (letzte zehn Jahre)?
· Wurden Behandlungen oder Operationen in den letzten zehn Jahren vom Arzt empfohlen?
Und last but not least:
* Wurden Sie schon einmal von einer privaten Krankenversicherung abgelehnt oder wurde eine bestehende private Krankenversicherung gekündigt oder beendet?
Unter Umständen ist es besser gleichzeitig mehrere Anfragen loszuschicken aber dazu sollte der Experte befragt werden.
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