Wegeunfall in der Mittagspause – Die gesetzliche Unfallversicherung springt ein

Das Mittagessen in der Kantine schmeckt nicht? So mancher fährt in der Mittagspause nach Hause. Was aber, wenn dann ein Unfall passiert? Keine Sorge, die gesetzliche Unfallversicherung springt ein.

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Das Mittagessen in der Kantine schmeckt nicht? Ewig der gleiche Mist, der sich auf dem Teller findet? Sie sind nicht alleine. Viele Deutsche fahren in ihrer Mittagspause nach Hause, um sich mal was Gesundes oder zumindest Schmackhaftes zu gönnen. Denn immer zur gleichen Zeit, das gleiche belegte Brötchen geht ja auch nicht. Wohl dem, der jemanden zu Hause hat, der lecker kocht.

Mit dem Motorrad zum Essen
freundin

So dachte sich das auch der Steinmetz, der sich in seiner mit einer halben Stunde knapp bemessenen Mittagspause auf den Weg zu seiner Freundin machte. Erstens war sie vermutlich deutlich attraktiver als die Kollegen und zweitens hatte sie lecker gekocht. Allerdings kam er an diesem Tag nicht zum Essen. Denn auf dem Weg kam es zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Er verletzte sich an Hand und Bein. Nun wollte die Berufsgenossenschaft Bau hier nicht einspringen. Schließlich wollte der Motorradfahrer seine Freundin besuchen und nicht ausschließlich essen, so argumentierten die Verantwortlichen.

BSG entschied zugunsten des Arbeitnehmers

Es kam wie es kommen musste – nämlich zum Rechtstreit. Und der Motorradfahrer bekam nach einigem Hin und Her Recht.

Denn, entgegen möglicher Phantasien des Versicherers wartete die Liebste des Steinmetzes tatsächlich mit einem leckeren Mahl.

Damit sah das Bundessozialgericht in Kassel es als zweifelsfrei belegt, dass es sich bei der Fahrt – auch in der Kürze der Zeit – um eine Fahrt zum Mittagessen handelte. Damit war der Unfall ein Wegeunfall und ist als solcher selbstverständlich in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert (Az. B 2 U 23/09).

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