Wechseln der Krankenversicherung als Arbeitnehmer – Versicherungspflichtgrenze beachten

[2012 aktuell] Um von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung zu wechseln, ist für Arbeitnehmer die Versicherungspflichtgrenze entscheidend. Wir erklären den Unterschied: Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze.

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Für Arbeitnehmer stellt sich in den wenigsten Fällen die Frage ob eine private oder gesetzliche Krankenversicherung sinnvoll ist, denn die Einkommensgrenze liegt verdammt hoch.

Maßgebend für Arbeitnehmer ist die Versicherungspflichtgrenze, welche aktuell im Jahr 2012 50.850 Euro brutto beträgt. Zu diesem Bruttolohn gehören Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Bonus Zahlungen.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, deren Einkommen über Versicherungspflichtgrenze verdienen, können in die private Krankenversicherung wechseln.

Dabei ist folgendes zu beachten:

Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze ist nicht dasselbe

Die Versicherungspflichtgrenze von 50.850 brutto im Jahr 2012 wird oft mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt, die bei 45.900 Euro liegt.

Die Beitragsbemessungsgrenze legt allerdings nur noch fest, bis zu welchem Betrag vom Einkommen, Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu zahlen sind.

Allein die Versicherungspflichtgrenze ist entscheidend ob ein Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung wechseln kann.

endlich nur mehr 1 Jahr

Seit Beginn des Jahres 2011 müssen Sie als Arbeitnehmer nur mehr ein Jahr über der Versicherungspflichtgrenze (Einkommensgrenze) verdient haben, dann können Sie in die private Krankenversicherung wechseln.

Von 2008 – 2010 betrug diese Frist drei Jahre, daher ist es sehr erfreulich, dass dies geändert wurde.

Unterschiede zw. Arbeitnehmern und Selbständigen

Selbstständige oder Freiberufler haben dagegen vom Einkommen unabhängig die Möglichkeit sich privat zu versichern.

Ausnahmen: selbständig Tätige Gärtner, Landwirte, Künstler und Publizisten unterliegen zunächst der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse.

Die gesetzl.KV berechnet Beiträge nach dem Einkommen

Es wird ein fiktives Mindesteinkommen von 1.916,25 Euro – im Jahr 2012- angenommen.

Daher ist für junge Selbstständige, die keine Frau und Kinder mitversichern müssen, die private Krankenversicherung in der Regel viel günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung.

Und haben Sie als Arbeitnehmer mehr als die Versicherungspflichtgrenze ein Jahr lang verdient können auch Sie wechseln und so vielleicht mehr bekommen und weniger zahlen.


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