Was tun wenn die Kinderkrankentage nicht reichen

In immer mehr Familien sind beide Elternteile berufstätig. Probleme gibt es meist dann, wenn die Kinder krank sind, nicht in Kindergarten oder Schule gehen können. Und die Kinderkrankentage nicht ausreichen. Zum Glück gibt es Organisationen, die dann bei der Betreuung einspringen können.

Anzeige / Inserat

Jetzt ist es wieder soweit. Husten, Schnupfen, Heiserkeit verbreiten sich wie ein Lauffeuer in ganz Deutschland. Vor allem wo viele Menschen zusammentreffen, ist die Ansteckungsgefahr groß. Ganz oben auf der Liste der Erkrankungsherde sind Kindergärten und Schulen. Denn viele Eltern schicken ihre Kinder trotzdem in die Fremdbetreuung. Nicht aus bösem Willen oder Unachtsamkeit, sondern schlicht aus organisatorischen Gründen. Wenn beide Elternteile berufstätig sind, gestaltet sich die Betreuung des kranken Nachwuchses oft schwierig.

Ihr gutes Recht

Was viele Eltern gar nicht wissen, ist, dass sie ein Recht haben, bei ihrem kranken Kind zu Hause zu bleiben. Es sind die Kinderkrankentage, die allen Eltern zustehen. Dafür müssen sie nicht etwa Urlaub nehmen. Denn jedem Elternteil stehen jährlich zehn Tage zu, die sie im Krankheitsfalles des Nachwuchses, der Arbeit fernbleiben dürfen. Dieser Anspruch verdoppelt sich bei Alleinerziehenden, die demnach ganze 20 Tage die kranken Kleinen behüten und bemuttern dürfen. Bei zwei Kindern verdoppelt sich die Anzahl der rechtlich bewilligten Tage, es sind dann schon zwanzig Tage je Elternteil oder vierzig für Alleinerziehende. Gibt es noch mehr Kinder, dürfen Mama und Papa jeweils 25 Tage lang die heimische Pflege übernehmen (Alleinerziehende 50 Tage). Damit ist dann allerdings auch Schluss. Um der Pflegepflicht nachkommen zu dürfen, müssen aber einige Voraussetzungen gegeben sein:

Das kranke Kind muss jünger als zwölf Jahre sein.

Der Arzt muss ein Attest ausstellen.

Der Arzt muss im Zweifelsfall die Erforderlichkeit der Betreuung anzeigen.

Eltern müssen gesetzlich versichert sein, Kind muss Teil der Familienversicherung sein.

Eine andere Betreuungsmöglichkeit muss ausgeschlossen sein.

Ehrenamtliche Betreuung

Nun geht man medizinisch davon aus, dass Kinder sich krankheitsmäßig nur selten an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Zehn Infekte jährlich gelten als normal und – fürs Immunsystem – auch wichtig. Magen-Darm-Infekte, Mittelohrentzündungen und Bronchitiden sind hier die Spitzenreiter. Die zehn Tage, die einem dann zur Betreuung zustehen, sind schnell aufgebraucht. Wer keine Großeltern hat, die einspringen können, steht dann oft genug vor einem echten Problem.

Ratschlag

Aber: Guter Rat muss nicht teuer sein. Denn zum Glück gibt es heute bundesweit Betreuungsdienste, die zum Teil sogar ehrenamtlich einspringen, wenn die Eltern die Pflege der kranken Kinder nicht übernehmen können. Sie kommen in die Wohnung und übernehmen die Kleinen meist liebevoll und zugewandt, so dass Mama und Papa in Ruhe und unbesorgt zur Arbeit gehen können. Mitunter werden so auch Kontakte geknüpft, die zu echten Freundschaften führen können und das Familienleben bereichern. Infos gibt es Jugend- und Sozialämtern, aber auch bei der Gemeinde sowie bei karitativen Einrichtungen

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...