Was tun bei Ärztepfusch?

Im letzten Jahr sind die Sterbefälle in deutschen Krankenhäusern massiv gestiegen. Besonders bedenklich: Vor allem die Fehler von Ärzten waren für diesen Anstieg verantwortlich. Aber was tun bei Ärztepfusch?

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Aus dem Krankenhaus kommt man kränker nach Hause als man reingeht. Das ist die einhellige Meinung der älteren Generation in unserem Land. Die Senioren wehren sich meist mit Händen und Füßen, wenn es um eine Klinikeinweisung geht. Und scheinbar tun sie gut daran. Denn im Jahr 2010 starben in deutschen Krankenhäusern viele Menschen durch Ärztepfusch.

Mangelnde Hygiene, schlechte Produkte

Über 1.700 Patienten starben laut Presseinformationen im Jahr 2010 in deutschen Krankenhäusern – und das nicht an den direkten Folgen ihrer Erkrankungen, sondern durch mangelnde Hygiene, schlechte oder fehlerhafte medizinische Produkte oder schlicht schlechte Operations-Nachsorge und Ärztefehler. Das gibt zu denken. Ans Licht kommen meist nur die schlimmsten Zwischenfälle, z. B. wenn Kleinkinder oder Säuglinge betroffen sind. Grundsätzlich muss man natürlich bedenken – auch Ärzte und medizinisches Personal sind nur Menschen. Und die machen eben auch Fehler. Und die müssen auch nicht immer tödlich ausgehen. Dennoch, wer Opfer von Ärztepfusch wird, sollte wissen was zu tun ist.

Aufklärungspflicht ist kein Witz

Zum einen muss man als Patient wissen, welche Pflichten ein Arzt erfüllen muss. Und davon gibt es einige. Diese sind z. B. die Schweigepflicht, Sorgfaltspflicht (Behandlungsmethoden müssen anerkannt und gesichert sein), Dokumentationspflicht, Aufbewahrungspflicht von Patientendaten, Aufklärungspflicht /(kein Witz) und die Behandlungspflicht. Auf Anfrage muss der Arzt seinem Patienten die Krankenunterlagen zur Einsicht reichen. Das sind z. B. Befunde, Laborwerte, EKGs, Röntgenbilder, OP-Berichte, Arztbriefe, kurz, die gesamte Patientenakte. Das kann dann wichtig sein, wenn man den Verdacht auf Ärztpfusch hat. Denn dann sollte man schnellstens eine Beratungsstelle aufsuchen. Nach drei Jahren bereits ist der Schadensersatzanspruch verjährt. Beratungsstellen findet man im Internet unter www.patientenstellen.de

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