Was sind geschlossene Immobilienfonds

Erklärung zu geschlossenen Immobilienfonds auch aus steuerlicher Sicht

Bei einem geschlossenen Immobilienfonds wird von einer Fondsgesellschaft, für die Finanzierung von Immobilienprojekten eine vorher festgelegte Kapitalsumme von mehreren Investoren eingeworben, über eine Ausgabe von Beteiligungen. Ist die Summe des Kapitals vorhanden, wird der Fonds geschlossen. Dadurch ist die Anlegerzahl begrenzt.

Risiko größer bei geschlossenen Immobilienfonds

Die Fondsgesellschaft wird dann das Kapital in das vorher genau festgelegte Projekt/e investieren. Meistens wird es in Gewerbeimmobilien, große Wohnanlagen, Büros oder Einkaufszentren investiert. Durch das gezielte Investieren auf wenige Projekte ist das Risiko bei geschlossenen Immobilienfonds größer als bei offenen Immobilienfonds. Die Laufzeit bei geschlossenen Immobilienfonds beträgt zwischen 5 und 30 Jahren.

Ausstieg oft mit hohen Verlusten

Während dieser Zeit kommt der Anleger kaum an sein eingesetztes Kapital heran, denn die Fondsanteile werden in der Regel nicht auf dem Markt gehandelt. Wenn es überhaupt möglich ist aus geschlossenen Immobilienfonds auszusteigen, ist es oft mit hohen Verlusten auf das eingezahlte Kapital verbunden. Der geschlossene Immobilienfonds wird beendet, indem die Fondsgesellschaft nach Ablauf der Laufzeit den Fonds auflöst. Das Investitionsobjekt wird dann verkauft und die Anleger erhalten den Erlös, umgerechnet auf ihre Beteiligungshöhe, ausgezahlt.

Mieteinnahmen und Verkauf des Objektes
Der Ertrag den der Anleger aus einem geschlossenen Immobilienfonds erhält, resultiert aus den Mieteinnahmen und dem Erlös aus dem Verkauf der Immobilie am Ende der Laufzeit. Mieteinnahmen werden meist jährlich an die Anleger ausbezahlt. Die Ausschüttungen liegen bei 5 bis 8% jährlich. Geschlossene Immobilienfonds sind für Anleger geeignet, die relativ gut situiert sind und das investierte Kapital während der Laufzeit des Fonds nicht benötigen.

Keine Steuerersparnis

Rückwirkend zum 11.11.2005 hat die Regierung die Rechtmäßigkeit reiner Steuersparfonds für nichtig erklärt. Vorher war es so dass bestimmte geschlossene Fonds in der Anfangsphase hohe Verluste erwirtschafteten, die Anleger mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnen konnten. Damit konnten insbesondere gut verdienende, die einen hohen Einkommensteuersatz hatten ihre Steuerlast verringern im Jahr der Schuldzuweisung.