Was ist eine Familienversicherung?

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten für Familienangehörige, wie z.B. Kinder und Ehepartner oder auch eingetragene Lebenspartner die Möglichkeit, diese in der beitragsfreien Familienversicherung mit zu versichern. Wichtig ist hierbei die Leistungskataloge der verschiedenen Krankenkassen zu vergleichen.

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Eine Familienversicherung ist die kostengünstigste Möglichkeit der Krankenversicherung. Diese Möglichkeit besteht im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies bedeutet, dass Familienangehörige, wie die Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, Kinder und unter bestimmten Voraussetzungen auch Enkelkinder und Stiefkinder beitragsfrei mitversichert werden können. Wenn beide Elternteile eine eigene Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung haben, so können sie selbst entscheiden, über wessen Mitgliedschaft die Familienversicherung erfolgen soll. Um diese Entscheidung bestmöglich zu treffen ist es sinnvoll, einen Vergleich der Leistungen innerhalb der verschiedenen Krankenkassentarife zu machen.


Die wichtigsten Voraussetzungen für eine beitragsfreie Mitversicherung in der Familienversicherungen sind:

o Sie haben sich nicht von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen oder sind aus anderen Gründen versicherungsfrei (z.B. Beamte)
o Ihr ständiger Wohnsitz ist in Deutschland
o Sie sind nicht selbst versicherungspflichtig, haben also keine eigene vorrangige Versicherung
o Sie haben nicht den Berufsstatus Selbständiger
o Ihr Gesamteinkommen ist gering, was bedeutet, dass Ihr Einkommen insgesamt nicht die maßgebliche monatliche Einkommensgrenze übersteigt (für 2009 sind es 360 Euro). Üben Sie eine geringfügige Beschäftigung aus, so steigt die Einkommensgrenze auf 400 Euro monatlich.

Bis zum 18. Lebensjahr

Für Kinder gilt, dass sie grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert sind. Verlängert wird dieser Anspruch bis zum 25. Lebensjahr dann, wenn sie noch zur Schule gehen oder ein Studium absolvieren. Im Falle, dass das Kind ein freiwilliges soziales Jahr (nach dem FSJG) oder auch ein ökologisches Jahr (nach dem FÖJG) macht, ist ebenfalls diese Art der Mitversicherung im Rahmen der Familienversicherung möglich. Wenn die Schul- oder Berufsbildung durch die Erfüllung der gesetzlichen Dienstpflicht unterbrochen oder verzögert wird, gewähren die gesetzlichen Krankenkassen eine Verlängerung der Familienversicherung um die Dauer des Grundwehr- oder Zivildienstes über das 25. Lebensjahr hinaus. Für Kinder, die erwerbslos sind, bleibt die Familienversicherung nach dem 18. Lebensjahr noch bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erhalten.

Behinderte Kinder besondere Regelung

Bei behinderten Kindern gilt eine besondere Regelung, denn wenn deren Behinderung während einer bestehenden Familienversicherung eingetreten ist, und die Kinder nicht selbst für ihren Unterhalt sorgen können, sind sie sogar ohne zeitliche Begrenzung mitversichert. In diesem Fall besteht keine Höchstaltersgrenze. Die Mitversicherung in der Familienversicherung wird dann ausgeschlossen, wenn von den miteinander verheirateten Eltern lediglich der Elternteil mit dem niedrigen Einkommen gesetzlich krankenversichert ist und das Gesamteinkommen des höher verdienenden Elternteils die monatliche Jahresarbeitsentgeltgrenze (für 2009 4.050,00 Euro) übersteigt.


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