War die Ich-AG doch erfolgreich?

Laut einer Studie war die, heute fast schon vergessene Ich-AG, erfolgreicher als gedacht und der neue Gründerzuschuss muss das erst noch beweisen.

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Anscheinend war die *Ich-AG* weitaus erfolgreicher als die meisten Menschen in Deutschland gedacht haben. Ein Artikel bei wiwo bestätigt dies und es wird auch wohl berechtigt dann, die Frage gestellt ob die Abschaffung der Ich-AG nicht ein Fehler war. Die Ich-AG wurde im Jahr 2006 abgeschafft und mit dem Überbrückungsgeld zum neuen Gründungszuschuss zusammengefasst.

Abschaffung der Ich-AG zu voreilig

Nun hat eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zu Tage gebracht, dass die Abschaffung der Ich-AG zu voreilig war und die Zweifel an diesem Programm für Arbeitslose unberechtigt war. Die Pleitewelle der Ich-AGs wurde zwar vorausgesagt ist aber ausgeblieben. Laut der Studie sind 5 Jahre nach dem Start des Programms immer noch etwa 60 Prozent der männlichen Ich-AG Gründer selbstständig und weitere 20 Prozent haben über den Zuschuss wieder eine angestellte Beschäftigung gefunden. Bei den Frauen ist diese Quote ein wenig niedriger. Insgesamt sind aber mehr als drei Viertel der 400.000 geförderten Gründungen erfolgreich gewesen, wie auf wiwo.de zu lesen ist.

Geringer qualifizierte Arbeitslose

Mit dem damaligen Existenzgründerzuschuss für die Ich-AG wurden oft geringer qualifizierte Arbeitslose gefördert, die als wenig geeignet für die Selbstständigkeit eingestuft wurden, was mit der Studie nun widerlegt wurde. Es wird nun bezweifelt ob die Zusammenlegung von Ich-AG und Überbrückungsgeld zum Gründerzuschuss eine gute Idee war, da nun auch einige Ich-AGs mit dem auslaufen der Förderung stark an Attraktivität verloren haben, weil die Kosten für die Sozialversicherung dann nicht mehr im früheren Ausmaß übernommen werden.

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