Wann die Krankenkasse die Verhütung zahlt

50 Jahre ist es her, dass die Verhütung vor einer ungewollten Schwangerschaft durch die Einnahme einer kleinen Pille möglich wurde. In einigen Fällen zahlt sogar die Krankenkasse die Verhütungstablette.

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Die Schönste Sache der Welt ist – nein, nicht das Fernsehen und auch nicht Fußball – der Sex. So ein Spaß. Schade, aus ihm wurde Ernst und der ist jetzt drei Jahre alt. Der Witz hat einen Bart, aber entbehrt auch nicht einer gewissen Tragik. Man könnte meinen, er ist so alt wie die Frage der Schwangerschaftsverhütung selbst. Denn der Wunsch nach körperlicher Liebe ohne Konsequenzen ist so alt wie die Menschheit vermutlich selbst.

Die Pille hat Geburtstag

Im Altertum schon wollten Frauen und Männer Sex, aber nicht zwangsläufig auch die Babys dazu. Deshalb versuchten die Menschen mit Akazienblättern, Honig, Olivenöl und Bleisalbe die eingedrungenen Spermien abzutöten. Ohne Erfolg versteht sich. Ab dem 16. Jahrhundert gab es dann die ersten Kondome – aus Leinen oder Hammeldarm. Auch hier waren kleine Schreihälse oft die Folge. Seit 50 Jahren nun gibt es aber die Antibabypille. Sie schützt mit über 99 prozentiger Wahrscheinlichkeiten vor Ernst nach dem Spaß. Deshalb verhüten 53 Prozent der Deutschen durch die Pille. So die Erhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Von Akne bis Zyklusstörung

Wie die Liebe zwischen zwei Menschen ist auch die Schwangerschaftsverhütung Privatsache. Heißt im Klartext: Die Pille zahlt jeder selbst. Einzige Ausnahme sind jugendliche Mädchen und junge Frauen bis zum 20. Lebensjahr. Für diese Altersgruppe übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die sichere Verhütung einer Schwangerschaft. Allerdings müssen ab dem 18. Lebensjahr Rezeptgebühren und möglicherweise Zuzahlungen geleistet werden. Wer älter ist, bekommt die Antibabypille lediglich aus medizinischen Gründen bezahlt. Das können z. B. Zyklusstörungen oder eine Akneerkrankung der Frau sein. In diesen Fällen wird die Pille als Medikament zur Therapie verschrieben. Übrigens: Wir alle wissen, die Pille schützt nicht vor Krankheiten. Deshalb sollte man auch auf Kondome nicht verzichten.

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