Wahltarif gesetzlichen Krankenversicherung – kein Sonderkündigungsrecht

Einige gesetzliche Krankenversicherungen haben sich dazu entschließen von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge zur Kostendeckung zu verlangen. Mit der Mitteilung über diese Beitragserhebung tritt ein Sonderkündigungsrecht ein, allerdings gibt es kein Sonderkündigungsrecht für die Versicherten, die sich für einen Wahltarif in der gesetzlichen Krankenversicherung entschieden haben.

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Entschließt sich eine gesetzliche Krankenkasse dazu einen Zusatzbeitrag von den Versicherten zu verlangen, so haben die Versicherten einen Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht und können den Versicherer wechseln. Dies ist nicht der Fall, wenn der Versicherte einen Wahltarif abgeschlossen hat.

Sonderkündigungsrecht bei Zusatzbeitrag

Die gesetzlichen Krankenversicherer haben das Recht einen Zusatzbeitrag von bis zu einem Prozent des Einkommens von ihren Versicherten zu verlangen, wenn ihnen das aus dem Gesundheitsfonds zugewiesene Geld nicht ausreicht. Die ersten gesetzlichen Krankenkassen haben von diesem Recht schon Gebrauch gemacht und der Zusatzbeitrag wird allein vom Arbeitnehmer getragen, denn es gibt keine Arbeitgeberanteil. Mit einer Beitragserhöhung, die mindestens einen Monat vor ihrer Umsetzung von den Versicherungsunternehmen den Versicherten bekanntgeben werden muss, muss die Krankenkasse auch auf dieses Sonderkündigungsrecht hinweisen. Die Kündigungsfrist für den Versicherten beträgt zwei Monate zum Monatsende und der Versicherte kann sich bei einer anderen Krankenkasse versichern lassen. Solange die Kündigungsfrist läuft, muss auch kein Zusatzbeitrag bezahlt werden.

Kein Kündigungsrecht bei Wahltarif

Hat man sich als Versicherter jedoch für einen von der gesetzlichen Krankenkasse angebotenen Wahltarif, wie zum Beispiel für das Hausarztmodell oder auch für einen Tarif mit Beitragsrückerstattung oder Selbstbehalt entschieden, so tritt dieses Sonderkündigungsrecht nicht ein. Der Versicherte hat in so einem Fall nicht die Möglichkeit den Zusatzbeitrag zu umgehen und muss abwarten, bis eine Kündigung nach den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkasse möglich ist.

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