Vor Urlaubssaison – BGH schützt Reisende

Ein aktuelles Urteil des BGH vor der Urlaubssaison, was die Reisende besser schützt.

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Die Urlaubssaison beginnt bald und rechtzeitig davor hat der BGH die Rechte der Urlauber gestärkt. Wie in der FTD zu lesen ist, müssen dem Kunden vor der Buchung seines Urlaubs sämtliche Vertragsbedingungen ausgehändigt werden. Wird dies nicht gemacht, sind Klauseln unwirksam, mit denen Ansprüche des Kunden wegen etwaiger Mängel beschränkt werden sollen.

Was war passiert: Ein Urlauber hat vor dem BGH geklagt, er war bei seiner Hochzeitsreise nach Mauritius auf einer Baustelle gelandet. Seine Beschwerde kam allerdings beim Reisebüro, wegen einer fehlerhaften Adresse, erst 1 Jahr später an, worauf der Reiseveranstalter sich auf die Verjährungsklausel berufen hat, die auf einer ganzen Seite voller kleingedruckter Vertragsbestimmungen im Reisekatalog gestanden hat. Das Landgericht Frankfurt urteilte zuerst gegen den Urlauber, weil ja der Reisekatalog bei der Buchung im Reisebüro ausgelegen hatte und der Urlauber hätte vor seiner Unterschrift unter die Buchung, dies zur Kenntnis nehmen können.

BGH hat dem Urteil widersprochen Diesem Urteil widersprach jetzt der Bundesgerichtshof mit der Begründung, dass ein Veranstalter sich nur dann auf die Reisebedingungen berufen könne, wenn dem Kunden die Möglichkeit geschaffen werde, in zumutbare Weise vom Inhalt Kenntnis zu nehmen. Dem Kunden sei es nicht zuzumuten das Kleingedruckte in einem im Reisebüro ausliegenden Reisekatalog zu studieren, bei der ein Veranstalter seine normale 2 jährige Verjährungsfrist auf 1 Jahr verkürzen wollte. Abschließen muss nun das Landgericht Frankfurt über den Fall urteilen.
Az. Xa ZR 141/07 vom 26. Februar 2009

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